Kaffee – Alles andere als ungesund!
Entgegen aller Vorurteile ist der Konsum von Kaffee nicht schädigend für die Gesundheit, solange er in Maßen getrunken wird. Eine Langzeitstudie, die nun in den USA beendet wurde, zeigt auf, dass selbst hohe Mengen an Kaffee keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit und die Lebenserwartung eines Menschen haben. Bis zu sechs Tassen am Tag hätten dabei keinen Einfluss auf die Sterberate. Und es wurde sogar das Gegenteil festgestellt: Bei der Auswertung zweier Sammelstudien, die über den Zeitraum von zusammen 24 Jahren gelaufen waren, kam heraus, dass durch den Konsum von Kaffee sogar das Risiko verringert wird, an einer Erkrankung des Herzens zu sterben. Bei Frauen, die am Tag zwei bis drei Tassen Kaffee trinken, verringert sich das Risiko um 25 Prozent. Zwar ändert der Kaffeekonsum nichts an der Anfälligkeit, an Krebs zu erkranken, wohl aber wird die allgemeine Sterberate gesenkt, und das um 18 Prozent. Interessant ist aber auch die Tatsache, dass diese Senkung der Sterberate nur bei Frauen vorkommt, nicht aber bei Männern.
Die Langzeitstudie lief über 22 Jahre, befragt und untersucht wurden dabei 41.000 Männer und über 80.000 Frauen. Neben der Frage nach dem Kaffeekonsum wurde auch der Gesundheitszustand der Befragten alle zwei Jahre kontrolliert. Trotz des Ergebnisses sagen die Forscher jedoch auch, dass keine Aussage hinsichtlich Ursache und Wirkung getroffen werden kann.
Eines zeigt die Studie jedoch auf: Einen Effekt, der sich günstig auswirkt auf das Risiko an Alzheimer und Parkinson zu erkranken. Außerdem schützt der Kaffeekonsum vor Gallensteinen. Noch eines wurde dabei offensichtlich: Kaffee unterstützt die Wirkung von Schmerzpräparaten. Das war nicht unbedingt zu erwarten. Und: Wer Kaffee trinkt, wird seltener zum Diabetiker, bekommt seltener Gicht oder gar Leberkrebs. Negativ ist, dass das Trinken von Kaffee auch zu Schlafstörungen führen kann oder zu Beeinträchtigungen des Herzkreislaufsystems. Auch frühzeitige Wehen können durch zu hohe Dosen Kaffee ausgelöst werden. Dies ist aber jeweils auch vom Einzelnen abhängig. Der eine kann noch Stunden nach dem Konsum von Kaffee noch nicht richtig schlafen, ich zum Beispiel kann direkt vor dem Schlafengehen noch Kaffee trinken und trotzdem ohne Probleme schlafen.
Interessant ist auch, was Wissenschaftler von der Technischen Hochschule Aachen bei Untersuchungen entdeckt haben. Gerade Leberkranke mit chronischem Verlauf zeigen, dass sie aus den positiven Wirkungen, die der Kaffeekonsum mit sich bringt, Gewinn für sich schöpfen können. Durch das Koffein wird der Krankheitsverlauf verzögert, da sich die noch gesunden Leberzellen langsamer als ohne Kaffeekonsum in funktionsloses Bindegewebe verwandeln. Bei zwei Tassen Kaffee am Tag kommt es zwar nicht zu einer Heilung, aber zu einer Verzögerung, was für jeden chronisch Lebererkrankten an sich schon eine gute Nachricht ist.
Wichtig ist, wenn Kaffee in Maßen getrunken wird und nicht zu stark, kann er dem Körper nicht schaden, sondern im Gegenteil nützen. Deshalb ist hier immer auch auf den eigenen Körper hören.
