Kauf von Ferienimmobilien gut überlegen
Anleger haben es derzeit nicht leicht: Sparguthaben werden unzureichend verzinst, an den Börsen geht es äußerst turbulent zu und dann droht auch noch eine Inflation. Bei einem solchen Umfeld verwundert es nicht, dass wieder vermehrt auf Immobilien gesetzt wird. Doch leider gestaltet es sich immer schwieriger, mit typischen Anlegeobjekten, wie beispielsweise der Eigentumswohnung, noch gute Renditen einzufahren. Deswegen sehen sich zunehmend mehr private Investoren in anderen Immobilienbereichen um.
Als Folge dieser Entwicklung erlebt die Ferienimmobilie eine regelrechte Auferstehung. Wie der Wirtschaftspresse zu entnehmen ist, erfreuen sich Ferienhäuser und Ferienwohnungen wieder einer steigenden Beliebtheit. Dies trifft besonders für Objekte zu, die sich auf deutschem Boden befinden. Die als Urlaubsziele beliebten Nord- und Ostseeregion erfahren einen deutlichen Aufschwung auf ihren Immobilienmärkten. Ob die Immobilienkäufer profitieren, ist jedoch eine andere Frage. Viele private Investoren unterschätzen das Risiko einer solchen Anlage - Ferienobjekte sind nämlich längst nicht so lukrativ, wie häufig angenommen wird. Dies ist schon allein von der Tatsache abzuleiten, dass die meisten Käufer in den ersten Jahren Verluste einfahren.
Allerdings gibt es viele Käufer, die sich über diese Verluste gar nicht ärgern. Der Grund ist simpel: Die Verluste können steuerlich geltend gemacht werden. Jedoch sollte eine Anlage niemals aus steuerlichen Gründen getätigt werden – zumal die Verluste fast immer an echte Mittelabflüsse gekoppelt sind. Die Käufer verlieren jedes Jahr Geld, sodass bei zahlreichen Objekten hinterfragt werden muss, ob es sich tatsächlich um Investments und nicht um Verlustbringer handelt.
Wer mit dem Gedanken spielt, eine Ferienimmobilie zu kaufen, sollte daher genau kalkulieren. Ratsam ist es, sich dabei nicht nur von einem Steuerexperten sondern auch von einem Anlageexperten beraten zu lassen. Die steuerliche Komponente sollte nämlich niemals das Hauptargument für ein Investment sein.
