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Montag, Juni 23, 2008

Klimapaket: auch Immobilieneigentümer sind betroffen

In der vergangenen Woche war es soweit: die Regierung hat das zweite Energie- und Klimapaket verabschiedet. Ziel der Regierung ist es, den Energieverbrauch und somit auch den CO2-Austoß zu verringern – die Reduktion des CO2-Ausstoßes soll bis zum Jahr 2020 ganze 40 Prozent betragen. Das beschlossene Paket erstreckt sich über die unterschiedlichsten Bereiche, unter anderem auch über den Immobiliensektor. Für Immobilieneigentümer sowie für angehende Käufer und Bauherren bedeutet dies, in Zukunft weitere Vorgaben sowie strengere Richtwerte einhalten zu müssen.

Die neuen Vorgaben erreichen ab dem 1. Januar des kommenden Jahres Gültigkeit. Neubauten sollen künftig mit 30 Prozent weniger Energie auskommen– und auch im Bereich der Bestandsobjekte wird es Änderungen geben. Hier werden strengere Auflagen gelten, deren Nichteinhaltung mit Bußgeldern geahndet werden kann. Lediglich Immobilien, die ab dem Jahr 2002 gebaut wurden, sind aufgrund ihres jungen Alters und der meist noch recht hohen Verschuldung der Eigentümer, von der Regelung ausgenommen.

Als neues Beratungs- und gleichzeitig Kontrollinstrument sollen die Schornsteinfeger herhalten. Sie sollen den Verbrauchern zeigen, wo sich Einsparpotential bietet und wie man dieses am besten nutzen kann. Gerade für die Eigentümer älterer Immobilien wird dies bedeuten, erste Maßnahmen treffen zu müssen, die zur Reduzierung des Energieverbrauchs beitragen. Gleichzeitig sollen die Schornsteinfeger auch Verstöße an die Bau-Ordnungsämter melden, die für die Verhängung der Bußgelder verantwortlich sind.

Ein Thema, das vom zuständigen Ausschuss ebenfalls diskutiert wurde, ist der intelligente Stromzähler. Dieser basiert auf Digitaltechnik und steht mit den Energieversorgern in direkter Verbindung – dadurch sollen ein Ablesen aus der Ferne sowie neue Tarife ermöglicht werden. Ursprünglich wurde darüber diskutiert, den Einbau dieser Zähler für Neubauten verpflichtend zu machen. Allerdings wurde davon abgesehen – Bauherren und Modernisierer können somit selbst entscheiden, ob sie einen modernen Stromzähler wünschen oder lieber auf das klassische Modell setzen.

Posted by Jochen on 06/23 at 10:53 AM
EnergiesparenHaus & Bau • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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