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Donnerstag, September 11, 2008

Konsum und Sicherheit statt Investmentfonds und Lebensversicherung

Axa Investment Managers stellte im Rahmen einer aktuellen Studie eine eher ungewöhnliche Frage: „Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten 50.000 Euro zur freien Verfügung, zum Beispiel durch einen Lottogewinn oder eine Erbschaft. Was würden Sie wohl am ehesten mit diesem Geld tun?“ Wer nun erwartet hätte, die Deutschen packen das Geld brav zur Seite und sammeln fleißig Zinsen oder sorgen für das Alter vor, der wird enttäuscht. Konsum geht im angenommenen Fall vor Sparen.

Erfahren wollte die Axa durch die Umfrage in erster Linie wie es um das Wissen rund um Investmentfonds und die Bereitschaft, in entsprechende Papiere zu investieren, bestellt ist. In dem Punkt zeigen sich die Deutschen aktuell wenig experimentierfreudig. Gerade einmal 14 Prozent wären bereit, die 50.000 Euro in Fonds anzulegen. Voriges Jahr konnten sich noch 19 Prozent vorstellen, ihr Geld den Fondsgesellschaften anzuvertrauen. Ähnlich nachgelassen in der Gunst der Kunden haben Sparbücher und Aktien. Deutlich besser schneiden hingegen Immobilien ab. 30 Prozent würden die Chance beim Schopf packen und eine Immobilien kaufen oder renovieren. Größere Anschaffungen präferieren 38 Prozent. Lebensversicherungen kommen offensichtlich gar nicht mehr in Frage. Nur vier Prozent sprachen sich für den Klassiker aus. Professor Dr. Claudia Wöhle, Professorin für Betriebswirtschaftslehre, erklärt die gestiegene Vorliebe für Realwerte mit der Verunsicherung über die Lage an den Finanzmärkten.

Dabei scheinen Deutsche und Österreicher einer Meinung zu sein. Auch die Österreicher zögern, ihr Geld in Investmentfonds anzulegen. Mit der gleichen Frage konfrontiert, setzten nur zehn Prozent auf Fonds. 28 Prozent bauen im wahrsten Sinne des Wortes aufs Haus. Beliebter wäre nur das Sparbuch. Mit 41 Prozent liegt es in Österreich deutlich an der Spitze. Schlusslicht sind langfristige Anlagen, zu denen die Lebensversicherung gehört. Für sie sprachen sich nur zwei Prozent aus. Kleidung und Elektrogeräte kamen auf elf Prozent. Verschenken würde übrigens keiner etwas – im Vorjahr zeigte man sich noch großzügiger, da waren es acht Prozent. Insgesamt sind die Österreicher weniger risikobereit als noch vor einem Jahr.

Posted by Andre on 09/11 at 04:09 AM
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