Krankenkassenwechsel bringt häufig Einsparungen trotz Gesundheitsfonds 2009
Wie schon berichtet haben ungefähr 33% aller Krankenkassen zum Jahresbeginn ihre Tarifbeiträge erhöht. Sofern man sich nach anderen Versicherungen umsieht und dann auch wechseln möchte, um eventuell Geld zu sparen, sind einige Aspekte zu beachten.
Berechtigt die alte Krankenversicherung zu kündigen sind alle diejenigen, die bereits 18 Monate Mitglied in einer Krankenversicherung waren. Sollte allerdings der Beitragssatz steigen, gibt es ein Sonderkündigungsrecht, welches nur in dem Falle entfällt, wenn der Versicherungsnehmer sich für einen Wahltarif entschieden hatte, der dann Versicherten für ganze drei Jahre bindet. Ordentliche Kündigungen sind jederzeit möglich. Kam es zu einer Beitragserhöhung, hat der Kunde zwei Monate zu warten, um zu kündigen, außerdem wird die Kündigung erst am Ende des übernächsten Kalendermonats gültig. Die Kündigung muss schriftlich und formlos durch den Versicherten selbst erfolgen. Am besten sollte diese per Einschreiben mit Rückschein versandt werden. Es gilt das Datum des Posteingangs bei der Krankenkasse, nicht das des Poststempels. Die alte Krankenkasse muss ihre Mitgliedern innerhalb von zwei Wochen in Kenntnis von der bestätigten Kündigung setzen. Mit eben dieser und den korrekten Unterlagen für den Antrag hat der Kunde sich dann bei der neuen Krankenkasse anzumelden. Diese neue Kasse versendet nach der Anmeldung eine Mitgliedschaftsbestätigung, die noch innerhalb der Kündigungsfrist der alten Kasse vorgezeigt werden muss. Danach ist die Kündigung erst komplett vollzogen. Wichtig ist es auch, dem Arbeitgeber oder Rententräger den Versicherungswechsel mitzuteilen.
Fraglich ist, ob ein Versicherungswechsel trotz anstehenden Gesundheitsfonds 2009 mit dem gleichen Beitragssatz aller Versicherungen überhaupt noch sinnvoll ist. Die Entscheidung hat jeder Kunde für sich selbst zu treffen, allerdings wird der Krankenkassenbereich im kommenden Jahr höchstwahrscheinlich stark umstrukturiert. Die 18 Monate übliche Bindung an die neue Kasse endet bis Mitte 2009, wenn zukünftige Angebote detaillierter werden. Möglich ist aber auch, dass der Fond noch zeitlich verschoben wird, was also bedeutet, dass auf jeden Fall bis Anfang des nächsten Jahres durch einen Versicherungswechsel noch einige Einsparungen gemacht werden können. Es kann also nicht schaden, zwischendurch auch mal seinen Krankenkassen-Beitrag zu vergleichen.
Des Weiteren bringt ein Kassenwechsel auch noch andere Vorteile außer einem möglichen Ersparnis mit sich. Beispielsweise ist ein tieferes Auseinandersetzen mit den jeweiligen Wahlprogrammen und Modellvorhaben häufig vorteilhaft. Kunden, die eine aktive Betreuung erwünschen, sollten sich für keine Direktkasse oder Betriebskrankenkasse entscheiden. Chronisch Erkrankte sollten unbedingt nach solchen Krankenkassen suchen, die möglicherweise spezielle Programme offerieren. Man sollte sich aber immer bewusst sein, dass guter Service auch seinen Preis hat.
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