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Dienstag, Juni 17, 2008

Krankenversicherungen für Hund und Katze machen sich kaum bezahlt

Die Krankenversicherung befindet sich wieder einmal auf dem Prüfstand. Privat, gesetzlich oder einheitlich lautet nur eine der vielen Fragen, auf die es noch keine Antwort gibt. Bei Tieren scheint es wesentlich einfacher zu sein. Mit den immer besseren Möglichkeiten, Katzen und Hunde medizinisch zu versorgen, steigt auch das Angebot an Krankenversicherungen für die geliebten Hausgenossen. Denn Hightech – von der Computertomographie bis hin zum künstlichen Hüftgelenk – sorgt für höhere Kosten, die mit einer entsprechenden Police zumindest zum Teil gedeckt sind. Immerhin kostet die neue Hüfte für den Hund gleich mehrere tausend Euro. Das macht Tierliebhaber zu einer vollkommen neuen Zielgruppe für die Versicherungswirtschaft.

„Wir sehen ein hohes Marktpotential im Bereich der Tierkrankenversicherung in Deutschland“, so Karl-Walter Gutberlet vom Vorstand der Allianz-Versicherung. Das Unternehmen wird ab Juli Verträge für Besitzer von Hunden und Katzen anbieten. In Großbritannien, Japan und Österreich gehören die Versicherungen schon längst zum Standard. Zwischen 25 (Großbritannien) und 50 Prozent (Schweden) der Hunde und Katzen sind in diesen Ländern krankenversichert. In der Bundesrepublik konnten die Angebote bisher nicht so recht überzeugen. 125.000 der Vierbeiner verfügen hierzulande über eine eigene Police. Da ist angesichts von 13,5 Millionen Hunden und Katzen noch reichlich Luft nach oben.

Die Angebote und Tarife der einzelnen Gesellschaften – aktiv sind Prevet, Agila, Axa Assistance, Uelzener und bald auch die Allianz – basieren auf vielerlei Faktoren. Sollen die Kosten komplett oder nur zu 80 Prozent übernommen werden, gibt es eine Selbstbeteiligung, sind rassespezifische Erkrankungen abgedeckt und wie schaut es mit zunehmendem Alter des Tieres aus? Knapp 44 Euro kostet die Krankenversicherung für einen Rauhaardackel bei Agila. Bis zum vierten Lebensjahr werden alle Kosten erstattet. Wird das Tier fünf, müssen 20 Prozent der Behandlungskosten selbst getragen werden. Teilweise werden Hunde ab acht Jahren gar nicht mehr aufgenommen. Gleiches gilt für chronisch kranke Tiere oder solche, die einer als Kampfhund abgestempelten Rasse angehören. Wer eine Police abschließt, eine Krankenversicherung oder nur eine OP-Versicherung, sollte die Versicherungsbedingungen genau studieren. Ansonsten, warnt der Bund der Versicherten, bleibe man sehr schnell auf den Kosten sitzen. Das könne schon dadurch passieren, dass der Arzt den dreifachen Satz berechnet, die Versicherung aber nur den zweifachen Satz übernimmt. Die Verbraucherzentralen halten nichts von der Krankenversicherung fürs Tier – sie sei quasi für die Katz´. Das Geld für den Ernstfall könne besser privat gespart werden.

Posted by Andre on 06/17 at 12:22 PM
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