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Freitag, Mai 29, 2009

Lebensversicherer bauen auf fondsgebundene Policen

Zur privaten Altersvorsorge gibt es inzwischen viele Umfragen und Studien, die mehr oder weniger regelmäßig durchgeführt werden. Das Schöne daran: Sie haben alle vollkommen unterschiedliche Zielsetzungen und Ansprechpartner. Bei der jetzt von der BBG Betriebsberatungs GmbH und der Smartcompagnie GmbH veröffentlichten „Studie private Vorsorge 2009“ standen unabhängige Vermittler und die Versicherungen selbst Rede und Antwort. Das Ergebnis weicht deutlich von dem ab, was kürzlich die Gothaer präsentiert hat. Sie hatte sich mit ihrer Umfrage an die Verbraucher gewandt. Während die Kunden durchaus auf die klassische Lebensversicherung bauen, gilt sie in der Branche als immer noch schwer verkäuflich.

653 Vermittler und 30 Versicherungskonzerne haben sich an der Umfrage zur privaten Altersvorsorge beteiligt. Für die meisten Lebensversicherer zählt dieser Bereich zum Kerngeschäft und macht im Schnitt 75,5 Prozent des Umsatzes aus. Durch die unterschiedliche Ausrichtung der Gesellschaften schwankt dieser Wert von 57 bis hin zu 100 Prozent. Den größten Batzen spülen dabei die fondsgebundenen Renten- und Lebensversicherungen in die Kassen. Die klassischen Varianten folgen auf dem zweiten Rang, inklusive der Rürup- und der Riester-Rente. Eher unbedeutend sind aktuell noch die Umsätze, die mit Variablen Annuitäten (Variable Annuities) und dem Hybridgeschäft erzielt werden.

Für die Zukunft sehen die Versicherer zu 75 Prozent und die Makler mit knapp 66 Prozent beste Chancen für Fondsprodukte, ob nun als Lebensversicherung oder Rentenpolice. Das gilt insbesondere, wenn die Verträge mit Garantien versehen sind. Gutes Entwicklungspotenzial erkennen die Unternehmen zudem bei der Fonds-Basisrente (70 Prozent) und der klassischen Rürup-Rente (60 Prozent). Weit abgeschlagen, auf Seiten der Vermittler und Konzerne, steht die klassische Lebensversicherung. Doch auch die Fondsvariante scheint nicht ganz unumstritten. Denn bei der Frage, wo der Absatz nachlassen werde, liegt sie mit 57,9 Prozent (Anbieter) bzw. 49,6 Prozent (Makler) ganz weit vorne.

Posted by Andre on 05/29 at 04:57 AM
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