Lebensversicherung und Rechtsschutz: Verbraucher wollen Sicherheit
„Das Sicherheitssystem Lebensversicherung funktioniert“ - Rolf-Peter Hoenen, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), sieht die Branche auf dem richtigen Weg. Trotz Kapitalmarktkrise stiegen die Prämieneinnahmen der Lebensversicherer in diesem Jahr von 76,3 Milliarden Euro in 2008 voraussichtlich auf rund 80,1 Milliarden Euro und unterstrichen damit eindrucksvoll, dass die Verbraucher vor allem Sicherheit wünschen. „Wir schützen sie vor Schwankungen der Kapitalmärkte und bieten ihnen eine möglichst gleichmäßige Wertentwicklung“, betonte Hoenen im Rahmen der Jahrespressekonferenz des GDV.
Spekulationen in der Kapitalanlage könne und wolle man sich nicht leisten. Dadurch würden zwar nicht alle Renditechancen wahrgenommen. Diese Strategie erlaube aber, dem Kunden gegenüber Wort zu halten und eine angemessene Rendite zu erzielen. Die Branche sei durchaus in der Lage, ein noch niedrigeres Zinsniveau über einen langen Zeitraum abzufedern. „Das ist eine Folge unserer spezifischen langfristig ausgerichteten Kapitalanlagestruktur und der Reserven“, so Rolf-Peter Hoenen. Von der Bundesregierung wünscht er sich einen ebenso klaren und verlässlichen Kurs in der Rentenpolitik. In punkto private kapitalgedeckte Altersvorsorge fordert der GDV, dass eine Förderung durch den Staat an „das Vorliegen zentraler Sicherheitsmerkmale geknüpft werden muss“.
Sicherheit wünschen sich die Deutschen offensichtlich auch in Rechtsfragen. Immer mehr Arbeitnehmer kämpfen mit Hilfe ihrer Rechtsschutzversicherung darum, den Arbeitsplatz zu behalten oder Gehaltsansprüche geltend zu machen. 2009 gehen die Rechtsschutzversicherer von rund 680.000 Arbeitsrechtsschutzfällen aus. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Anstieg um rund 20 Prozent. Die Aufwendungen der Versicherer für den Bereich Rechtsschutz stiegen im gleichen Zeitraum um 30 Prozent bzw. eine halbe Milliarde Euro. Diese Zahlen belegten die Bedeutung der Rechtsschutzversicherung, so der GDV-Präsident. Sie ausgerechnet während der Krise zu kündigen wäre ein „großer Fehler“.
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