Makabere Werbung wird zensiert
Werbung muss auffallen, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Der neue Spot der CosmosDirekt hatte diesen Effekt, allerdings nicht im Sinne des Erfinders. Wellen der Empörung schlugen hoch und veranlassten das Unternehmen, den Werbefilm zu zensieren.
Konkret geht es um die Werbung für die Lebensversicherung. Die Tochter wünscht sich, während der Vater gemütlich die Zeitung liest, nach Papas Tod einen Ponyhof. Die Mutter will lieber eine Finca auf Mallorca, sobald ihr Gatte nicht mehr ist. Der, über dessen Ableben diskutiert wird, bleibt ganz gelassen und kommentiert das Gespräch schlicht mit: „Ich glaube, wir sind zu gut versichert.“
Makaber, hart, geschmacklos lauteten die Kommentare der Zuschauer. Dabei wollte die Werbeagentur nach eigener Aussage nur einen Spot kreieren, in dem der Tod mit einem Augenzwinkern aufgegriffen wird. Das ist ihr anscheinend nicht gelungen. CosmosDirekt selbst sieht die Kritik gelassen. Viele hätten die Werbung mit ihrem schwarzen Humor positiv aufgefasst. Was in Deutschland als Tabubruch aufgefasst werde, hätte in England niemanden aufgeregt.
