Advanced Search

Mai 2012
S M T W T F S
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31    

Syndication


Partnerseiten
Impressum
Kontakt
Sitemap
AGB

Dienstag, März 30, 2010

Mikroversicherungen für die Ärmsten

Die Idee der Mikrokredite, für die Muhammad Yunus 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, hat sich inzwischen weltweit durchgesetzt. Vielen Menschen in den Entwicklungsländern konnte mit den Darlehen geholfen werden. Jetzt wird dieser Gedanke auf eine neue Ebene gehoben und auf das Prinzip Versicherung übertragen. Damit sich auch die Ärmsten der Armen gegen Risiken schützen können, werden nun Mikroversicherungen angeboten. „Leap Frog“ (Quantensprung) nennt sich der erste Mikroversicherungsfonds. Beteiligt ist auch die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

19 Millionen Euro fließen aus der Bundesrepublik in den Fonds. Nicht als Almosen, so KfW-Vorstandsmitglied Norbert Kloppenburg, sondern als ganz normale Finanzdienstleistung, mit der Investoren eine marktübliche Rendite erzielen. Mit von der Partie sind auch die Internationale Finance Corporation (ICF) von der Weltbankgruppe und ein weiterer Fondsanbieter. Insgesamt wurden bislang rund 112 Millionen Dollar gesammelt. Davon flossen kürzlich sechs Millionen Dollar nach Südafrika, als Beteiligung am Versicherungsunternehmen All-Life. Mit dem Geld werden günstige Krankenversicherungen für Aids-Kranke realisiert. Nach und nach sollen weitere Länder folgen, wie Kenia, Indien oder die Philippinen.

Der Nachfrage ist enorm. Die Weltbank, „Leap Frog“ und andere Organisationen gehen davon aus, dass Mikroversicherungen 1,5 Milliarden Menschen helfen könnten. Andrew Kuper, Gründer und Präsident von „Leap Frog“, möchte mit den Policen zeigen, dass sich soziale Verantwortung und Rendite nicht widersprechen müssen. Geplant ist eine Vielzahl von Absicherungen: gegen Ernte-Ausfall, Überflutung und andere Naturkatastrophen sowie die klassische Lebens-, Unfall und Krankenversicherungen. Für einen monatlichen Beitrag von 20 Dollar-Cent kann eine Familie in Indien inzwischen eine Lebensversicherung abschließen, die 110 bis 1.100 Dollar auszahlt. Mit geringem Aufwand das Armutsrisiko mindern – dieses Motto hat sich der Mikroversicherungsfonds auf die Fahnen geschrieben.

Posted by Andre on 03/30 at 05:39 AM
InteressantesVersicherungen • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
Page 1 of 1 pages

Name:

Email: (optional)

URL: (optional)

Smileys

Persönliche Daten merken

Bei Folge-Kommentaren benachrichtigen?