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Montag, Januar 11, 2010

Mit Darlehenstranchen das Immobiliendarlehen günstiger machen

Die sogenannte Zinsbindung ist ein wesentlicher Konditionsbestandteil einer jeden Baufinanzierung. Sie entscheidet darüber, für welchen Zeitraum der Zinssatz eines Darlehens als fest vereinbart gilt und somit weder vom Darlehensnehmer noch von der Bank verändert werden kann. Deshalb gelten in Zeiten wie diesen (in denen die Hypothekenzinsen besonders niedrig sind) vor allem lange Zinsbindungen als empfehlenswert: Bauherren und Käufer, die ein Immobiliendarlehen mit langer Zinsbindung abschließen, können sich auf diese Weise den niedrigen Zinssatz für lange Zeit sichern.

Ein beachtlicher Teil der Interessenten tendiert jedoch zur kurzen Zinsbindung. Grund ist der Zinsvorteil: Je kürzer die Zinsbindung, desto niedriger der Zinssatz. Deshalb kommt es häufiger vor, dass selbst in sogenannten Niedrigzinsphasen trotzdem kurze Zinsbindungen abgeschlossen werden. Dabei warnen Experten vor dieser Vorgehensweise: Wegen eines geringfügigen Zinsvorteils lohnt es sich nicht, das Immobiliendarlehen mit kurzer Zinsbindung abzuschließen – eine lange Zinsbindung garantiert niedrige Zinsen für 15 oder gar 20 Jahre.

Wer dennoch darauf abzielt, sein Darlehen möglichst günstig aufzunehmen, kann sein Darlehen in mehrere Tranchen splitten. Sogenannte Darlehenstranchen verkörpern Darlehensteile, die zu verschiedenen Zeitpunkten auslaufen. So ist es beispielsweise möglich, den Großteil des Darlehens mit einer langen Zinsbindung abzuschließen. Ein kleiner Teilbetrag (die meisten Banken erlauben Tranchen erst ab 25.000 Euro) kann jedoch auch mit einer kürzeren Zinsbindung finanziert werden. Diese ist dann an einen niedrigeren Zinssatz gekoppelt und trägt somit dazu bei, die Finanzierungskosten zu senken.

Bei der Aufteilung eines Immobiliendarlehens in Tranchen sollte allerdings berücksichtigt werden, dass die auslaufenden Tranchen bzw. deren Restschuldbeträge zumeist neu finanziert werden müssen. Deshalb ist es ratsam, die Tilgung in die Tranchen mit kurzer Laufzeit fließen zu lassen – dadurch wird es möglich, einen schnelleren Abtrag der Restschuld zu erreichen und somit zu verhindern, das Zinsrisiko bei der Anschlussfinanzierung auslaufender Tranchen zu verringern.

Posted by Jochen on 01/11 at 11:54 AM
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