Mit Dauerantrag Zuschüsse zur Riester-Rente sichern
Die Riester-Rente ist für Verbraucher sehr einfach gestrickt. Sie müssen einen Teil ihres Gehalts – aktuell vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens, maximal jedoch 2.100 Euro – einzahlen und bekommen dafür die staatliche Grundzulage plus Kinderzulage und eventuell den Berufseinsteigerbonus. Im Rentenalter gibt es das Geld dann hübsch verzinst und mit Überschussbeteiligung garniert ausgezahlt. So simpel kann es sein, wenn man nicht vergisst, einen entscheidenden Schritt zu setzen: Die Zulagen vom Staat zu beantragen. Wer glaubt, alles laufe mit der Unterschrift auf dem Vertrag vollautomatisch, liegt falsch und geht möglicherweise ohne Zulagen in Rente.
Dabei sind es die Zuschüsse, die eine Riester-Rente für viele Arbeiter und Angestellte so interessant macht. Dieses Jahr wurden in den ersten drei Monaten 570.000 neue Rentenpolicen aufgesetzt. Insgesamt nutzen 11,07 Millionen Menschen in der Bundesrepublik das Riester-Modell als private Altersvorsorge. Dass bis zum 15. Mai dieses Jahres aber nur 7,7 Millionen Zulagenkonten eingerichtet wurden, sollte zu denken geben. 25 Prozent der Sparer haben es bislang versäumt, einen Antrag für die staatlichen Zulagen zu stellen. Jeweils zum Ende des zweiten Kalenderjahres nach dem Jahr, in dem die Beiträge gezahlt wurden, läuft die Frist für den Antrag ab. Eingereicht werden kann er ganz einfach beim Versicherungsunternehmen.
Um nicht jedes Jahr aufs Neue einen Bittbrief schreiben zu müssen, wurde 2005 der Dauerantrag eingeführt. Der Kunde unterschreibt einmal und gibt der Bank oder Versicherung damit die Vollmacht, die Leistungen von Vater Staat automatisch zu beantragen. Einfacher geht es nicht, zumal die Vollmacht auch für bereits zurückliegende Jahre gilt, sofern die Frist noch nicht abgelaufen ist. Ein neuer Dauerantrag wird nötig, wenn die Familienverhältnisse sich ändern. Die Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) kennt ihre „Kunden“. Im Schnitt warten die meisten 18 Monate, bis sie die Papiere für die Zuschüsse einreichen.
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