Mit der Krankentagegeldversicherung vorsorgen
Ein paar Tage in der Klinik oder krank im Bett zu liegen, wird die Finanzen nicht so sehr belasten, dass es kritisch wird. Dauert der Genesung jedoch länger und zieht sich über Wochen, was bei schweren Erkrankungen oder komplizierten Brüchen durchaus vorkommen kann, geraten vor allem Selbständige und Freiberufler in eine finanzielle Schieflage, weil sie nicht für ihr Einkommen sorgen können. Mit einer Krankentagegeldversicherung lässt sich für diesen Fall konkret vorsorgen.
Überlegen sollte man sich allerdings sehr genau, ab wann die Krankentagegeldversicherung Leistungen ausschüttet. Je eher man auf die Finanzspritze der Versicherung angewiesen ist, desto teurer wird der zusätzliche Schutz zur privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel. Geraten wird zu einer Frist von sieben Wochen, die durch eigene Reserven überbrückt werden sollten. Dafür müssen natürlich Reserven geschaffen werden. Die Kosten für diese Zusatzversicherung liegen bei einem 40jährigen Mann bzw. einer 40jährigen Frau, die eine Absicherung über 1.500 Euro im Monat wünschen, bei knapp 28 Euro im Monat.
Freiberufler und Selbständige, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, sollten sich mit ihrer Kasse an einen Tisch setzen und das Krankentagegeld vereinbaren. Versichern lassen sich 90 Prozent der Netto-Einnahmen. Dafür steigen die Beiträge zur Krankenkasse um etwa drei Prozent. Privat Versicherte benötigen eine Zusatzversicherung, die auch für Mitglieder der gesetzlichen Kassen von Interesse sein kann, gerade dann, wenn das Einkommen recht hoch ist. Denn die private Krankentagegeldversicherung zahlt bis zu 100 Prozent der Netto-Einnahmen.
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