Modernisierung von Immobilien günstig finanzieren
Heute, im dritten und letzten Teil der Serie zum Thema Modernisierung soll aufgezeigt werden wie man Modernisierungsmaßnahmen am günstigsten finanziert. Das Interesse an günstigen Finanzierungslösungen für die Modernisierung von Bestandsobjekten dürfte groß sein: Immerhin können sich entsprechende Maßnahmen auf sehr hohe Kosten belaufen, die nur die wenigsten Eigentümer aus Eigenkapital bezahlen können.
Es existieren gleich zwei Finanzierungskonzepte, die für Eigentümer sehr interessant sind und genauer betrachtet werden sollten. Das erste Konzept sieht eine Finanzierung der Maßnahmen über ein Bauspardarlehen vor. Mit so genannten Niedrigzinstarifen können sich Bausparer bereits beim Vertragsabschluss einen enorm günstigen Zinssatz sichern: Bei Anbietern wie Schwäbisch Hall oder Wüstenrot können Zinssätze vereinbart werden, die unter zwei Prozent liegen. Dies ist enorm günstig – da können selbst staatlich subventionierte Förderdarlehen nicht gegenhalten. Zwar setzt der günstige Zinssatz eine hohe Tilgung voraus, doch im Modernisierungsbereich sollte dies zu schaffen sein. Nach einer mehrjährigen Ansparphase kann das günstige Darlehen abgerufen werden.
Sofern man noch ein paar Jahre warten kann, um den Bausparvertrag zu besparen, sollte man sich für diese Variante entscheiden – günstiger lassen sich Modernisierungsvorhaben nicht finanzieren. Außerdem gelten Bauspardarlehen als äußerst flexibel: Die Einbringung hoher Sondertilgungen stellt in der Regel kein Problem dar.
Wer keine Zeit mehr hat, um einen Bausparvertrag zu besparen, sollte sich für die zweite Variante, die Beantragung von Förderdarlehen entscheiden. Die KfW-Gruppe bietet gleich mehrere Förderprogramme an, die von Modernisierern in Anspruch genommen werden können. In Abhängigkeit von den geplanten Maßnahmen besteht unter anderem die Möglichkeit, gleich mehrere Förderprogramme miteinander zu kombinieren.
Die Förderdarlehen sind zwar nicht ganz so günstig, wie die zuvor angesprochenen Bauspardarlehen, aber immer noch erheblich günstiger als konventionelle Hypothekendarlehen. Des Weiteren zeichnen sie sich dadurch aus, dass auch kleinere Darlehensbeträge aufgenommen werden können, was bei konventionellen Darlehen nicht möglich ist: Die meisten Kreditinstitute finanzieren erst ab einer Größenordnung von rund 50.000 Euro.
Allerdings gelten viele der Förderdarlehen als äußerst unflexibel. Bei zahlreichen Förderdarlehen der KfW-Gruppe ist zum Beispiel die Vereinbarung einer tilgungsfreien Zeit vorgesehen. Des Weiteren werden von der KfW-Gruppe auch nicht alle Maßnahmen gefördert. Aus diesem Grund ist es häufig erforderlich, eine so genannte Mischfinanzierung abzuschließen, die sich aus Förderdarlehen und einem konventionellen Darlehen zusammensetzt.
