Neuer Ombudsmann für Versicherungen
Sechs Jahre war Wolfgang Römer als erster Ombudsmann für Versicherungen aktiv. 2001 nahmen er und sein Team die Arbeit auf und hörten sich die Anliegen von Versicherungskunden an. Anfangs mit heftigem Gegenwind von der Versicherungswirtschaft. Inzwischen kann man von einem durchaus harmonischen Verhältnis sprechen. Dieser Erfolg sei einzig Wolfgang Römer zu verdanken, hieß es bei der Verabschiedung, die dem ehemaligen Richter des IV. Zivilsenats des Bundesgerichtshofes nicht leicht fiel.
„Der Ombudsmann ist ein Erfolg für Verbraucher, Unternehmen und die Justiz“, betonte Bundesjustizminister Brigitte Zypries. Die Arbeit der Schiedsstelle habe die Gerichte sichtlich entlastet und den Versicherungsunternehmen aufgezeigt, wo es hapert und mit welchen Problemen die Kunden zu kämpfen haben. 80.000 Streitfälle wurden seit Einführung des Ombudsmanns für Versicherungen bearbeitet. Kunden können sich kostenlos an ihn bzw. das Team wenden. Rund drei Monate dauert es, bis das Anliegen bearbeitet ist. Handelt es sich um einen Streitwert von 5.000 Euro ist die Entscheidung des Ombudsmanns für die Versicherungsgesellschaft bindend, bis zu 80.000 Euro handelt es sich um eine Empfehlung. Die Kunden dürfen selbst entscheiden, ob sie mit dem Ergebnis der Untersuchung zufrieden sind oder doch lieber den Weg vor Gericht wählen wollen.
Für die Arbeit der Beschwerdestelle fanden die Gäste der Verabschiedung Römers nur wohlwollende Worte und waren voll des Lobes. Die Institution sei perfekt eingespielt und habe sich Renommee verschafft. „Römer zu berufen war ein echter Glücksfall“, so Bernd Michaels, Vorsitzender des Vorstands Versicherungsombudsmann. „Er hat es geschafft, schwierige Sachverhalte korrekt und präzise darzustellen“, ergänzte die Sprecherin des Vorstands des Bundes der Versicherten, Lilo Blunck. Gleiches erwartet man jetzt vom Nachfolger. Günter Hirsch, ehemaliger Präsident des Bundesgerichtshofes, wird sich von nun an um die Versicherungskunden kümmern.
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