Nie ohne Versicherungsschutz auf die Piste
Der Winter hat uns mit Minusgraden und reichlich Schnee derzeit fest im Griff. Abgesehen von den Schattenseiten wie glatten Straßen und grauem Schneematsch im Haus hat die weiße Pracht durchaus auch etwas für sich. Gerade Wintersportfreunde kommen voll auf ihre Kosten und bevölkern die in- und ausländischen Pisten. Über den Spaß wird leider zu oft vergessen, dass die Abfahrten auch Risiken bergen. Wachgerüttelt haben dürfte viele der schwere Unfall von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus in Österreich. Insgesamt verunglücken laut Stiftung Warentest jedes Jahr rund 60.000 Menschen beim Ski- und Snowboardfahren. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz kann sich das ungetrübte Vergnügen dann schnell zum Fiasko entwickeln – ob man nun selbst verletzt wird oder Verursacher eines Unfalls ist.
Schon ein „einfacher“ Armbruch zieht Kosten von mehreren tausend Euro nach sich. Sollte man für die Verletzung verantwortlich sein und keine private Haftpflichtversicherung haben, muss der Schaden aus eigener Tasche bezahlt werden. Bei sechs- bis siebenstelligen Beträgen – unter anderem für die Behandlung durch den Arzt, Schmerzensgeld, Verdienstausfall und Schadensersatz – die sich bei Skiunfällen schnell summieren, kommt das dem finanziellen Ruin gleich. Dass dennoch nur jeder dritte Deutsche eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, so Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten, ist absolut unverständlich. Schließlich muss jeder für die Schäden haften, die er selbst verursacht. Dazu reicht ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon ist es passiert.
Geht es für den Skiurlaub ins Ausland, ob nun nach Österreich oder Kanada, empfehlen Experten eine Auslandsreisekrankenversicherung. Für wenige Euro im Jahr – die von der Stiftung Warentest mit „sehr gut“ bewertete Familienpolice der HUK24 gibt es schon ab 14,50 Euro – ist man bestens abgesichert. Denn die deutschen Krankenkassen zahlen nur gemäß ihren Sätzen, wenn man sich in Ländern der Europäischen Union behandeln lässt. „Einen Rettungsflug von der Piste in das Krankenhaus bezahlt die heimische gesetzliche Krankenkasse nicht“, so Thorsten Rudnik. Als sehr wichtig wird auch eine private Unfallversicherung eingestuft oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Führt ein Unfall zur dauernden Invalidität sorgen diese Policen zumindest finanziell für eine gewisse Absicherung.
