Nur wenige Immobilieneigentümer ergreifen Energiesparmaßnahmen
Das Interesse am Thema Energiesparen ist enorm groß: Es waren vor allem die steigenden Preise für Heizöl und Erdgas, die viele Immobilieneigentümer sowie auch Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft wachgerüttelt haben. Weil zunehmend mehr Eigentümer vor dem Problem stehen, die Heizöl- oder Gasrechnung nicht mehr ohne weiteres aufbringen zu können, wird intensiv nach Möglichkeiten gesucht, den Energieverbrauch von Immobilien zu verringern.
Seither hat sich der Immobilienmarkt spürbar verändert. Etliche Unternehmen werben plötzlich mit Produkten und Lösungen, die zu einem Rückgang des Energieverbrauchs führen. Gleichzeitig wird ausgerechnet, dass sich die Durchführung entsprechender Modernisierungsmaßnahmen noch nie so schnell amortisiert hat, wie heutzutage.
Weil das Angebot an Produkten so groß ist und die Verbraucher bei den Energiekosten immer tiefer in die Tasche greifen müssen, sollte man eigentlich davon ausgehen, dass etliche Immobilieneigentümer darauf abzielen, ihre Objekte zu modernisieren und somit die Unterhaltskosten senken. Die Praxis zeigt jedoch auf, dass dies nicht zutrifft. Wie das Magazin „Stern“ in dieser Woche berichtete, ist das Interesse an Energiesparmaßnahmen zwar groß, doch wirklich aktiv werden nur die wenigsten. Etliche Eigentümer schrecken vor der Durchführung der Maßnahmen zurück, weil diese mit einem hohen Kostenaufwand verbunden sind. Da ist es einigen sogar lieber, die hohen Preise für Heizöl, Erdgas und Strom in Kauf zu nehmen, als die eigene Immobilie zu modernisieren.
Allerdings können sich die Verbraucher der erforderlichen Modernisierung nicht auf Dauer entziehen: Experten gehen davon aus, dass ca. 70 Prozent aller Altbauten, die vor 1990 errichtet wurden, in den nächsten 10 bis 15 Jahren modernisiert werden müssen, weil sie sonst zu einem Kostengrab werden.
