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Dienstag, Juni 17, 2008

Out-Performance-Zertifikate – Etwas für Optimisten

Out-Performance-Zertifikate bieten das Besondere an der Börse. Insbesondere in steigenden Märkten können sie außerordentlich interessant sein. Diese Zertifikate sind so konstruiert, dass bei Anstieg des Basiswertes, also des Underlyings, der Kurs des Zertifikates überproportional partizipiert. Wie funktioniert das? Möglich wird dies durch einen Hebelfaktor, so dass das Zertifikat einen Gang zulegt, wenn der Basiswert ansteigt. Im Beispiel dargestellt wird ein Out-Performance-Zertifikat für eine bestimmte Aktie gekauft, die am Stichtag bei 100 liegt und das Zertifikat bei einem theoretischen 1:1 Verhältnis ebenfalls bei 100. Die Ausstattung des Zertifikates ist mit einem Faktor von 1,5 angegeben und der Basiswert steigt nun auf 120. In diesem Falle wird rein rechnerisch die Differenz zwischen Basiswert und aktuellem Kurs genommen, also 20 und dieser mit dem Faktor 1,5 malgenommen, in diesem Falle ein Wert von 30 erreicht. Der Anleger hätte 50 Prozent mehr Gewinn als der normale Investor in den jeweiligen Aktienwert. Die Performance wäre hier beachtlich höher im selben Zeitraum.

Bei unverändertem Aktienkursverlauf, man kann natürlich auch einen Index, Rohstoff oder alle möglichen Underlyings nehmen, läuft das Out-Performance-Zertifikat unverändert wie der jeweilige Basiswert. Sollte dieser allerdings fallen, entstehen dem Investor keine höheren Risiken, denn das Zertifikat nimmt nur am genau fallenden Verlauf des Wertes teil und wichtig zu bemerken, nicht in einem gehebelten Sektor. Insofern sind bei steigenden Märkten Out-Performance-Zertifikate von besonderem Interesse. Einen Preis muss der Anleger natürlich zahlen. Er muss auf die Dividenden bei Aktien verzichten. Vorsicht ist angesagt, wenn der Anleger einsteigt und der Basiswert schon gestiegen ist, also nicht bei Emission des Zertifikates sondern später. Dann kann er im Falle eines Rückgangs überproportional am Verlust partizipieren, da die Hebelwirkung schon gegriffen hat.

Es gibt, wie bei den meisten Zertifikaten, auch hier verschiedenste Varianten. Erwähnenswert ist das Prinzip einer Schwelle, an dem die Hebelwirkung erst einsetzt, die Ausstattung des Zertifikates mit einem Level z.B. bei 130 Prozent des Ausgangswertes ab dem eine Hebelwirkung einsetzt. Aber diese Ausstattungen können von Emittent zu Emittent völlig unterschiedlich sein. Auch gibt es Zertifikate mit zwei Kursschwellen oder auch geschützte Out-Performance-Zertifikate. Insgesamt ein Produkt für die geborenen Optimisten.

(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)

Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/17 at 12:24 PM
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