Patchwork-Familie
Nach Trennung und Scheidung richtig schützen
Familie, eheähnliche Gemeinschaft, Partnerschaft oder Lebensgemeinschaft - die typische Familie ist zwar in der Mehrzahl, doch Vater, Mutter und zwei Kinder muss nicht mehr aus dem “ersten Guss” sein. Die Wirklichkeit bildet auch Tausende Patchwork-Familien ab.
Viele Beziehungen mit Kindern - was immer der Einzelne als der Neue mitbringt - sind “bunt zusammengewürfelt” wie das Textil, nach dem sie benannt sind.
Materielle Sicherheit und der Schutz vor den Risiken des Alktags sollten dann aber auch in der neuen Konstellation berücksichtigt werden.
Bei der Sicherung von Personen und Risiken der neuen Partnerschaft müssen dann auch Versicherungen geändert und einige eventuell neu abgeschlossen werden, manche Risiken fallen weg.
Grundsätzlich gehört auch in der Patchwork-Familie alles versichert, was für einen selbst oder die Familie zum finanziellen Schaden führen könnte.
Haftpflicht auf Rang eins
Wichtigste Versicherung wie in jeder Familie ist auch hier die private Haftpflicht. Hier reicht in einer Patchwork-Familie eine Police. Ein Partner kann den neuen Lebensgefährten oder die neue Lebensgefährtin und die Kinder in seine Haftpflicht mit aufnehmen. Das gilt auch für die Hausratversicherung.
Hierfür ist zu prüfen, ob unter neuem, gemeinsamem Dach die Versicherungssumme aufgestockt werden muss, um eine ausreichende Deckung zu erhalten.
Auch bei der Kfz-Versicherung muss man bei veränderten Lebensverhältnissen darauf achten, dass die bisher vereinbarte Nutzung des Fahrzeugs dann auch zur neuen Situation passt.
Risiko mit fallender Summe
In einer Patchwork-Familie ist vor allem auch ratsam, dass der Hauptverdiener seine “neuen” Angehörigen gegen das Risiko des “Früh-Ablebens” absichert.
Geschieht dies nicht, müssten Hinterbliebene erhebliche Einbußen für den weiteren Lebensstandard hinnehmen.
Laut Statistik stirbt jeder fünfte Deutsche, bevor er das 65. Lebensjahr erreicht. Sind die Kinder noch minderjährig, in der Ausbildung oder im Studium, verträgt die Haushaltskasse das bisher Gewohnte meist nicht mehr.
Auch für Patchwork-Familien ist deshalb eine Risiko-Lebensversicherung - ohne Leistungssumme mit dem vereinbarten Schlussalter - sehr interessant, weil der Hinterbliebenenschutz als günstig gilt. Die individuellen Situation bestimmt, wie hoch die Todesfallsumme sein sollte.
Wer ein Haus gebaut oder eine Wohnung gekauft hat, sollte eine “Risiko”-LV mit fallender Summe vereinbaren; grad so, wie sich der Schuldenstand nach unten entwickelt.
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