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Samstag, September 20, 2008

PKV-Versicherte: Rücklagen bilden

Mitglieder der privaten Krankenversicherung erfreuen sich eines breiten Leistungskataloges, der deutlich großzügiger ausfällt als der des gesetzlichen Pendants. Insbesondere in jungen Jahren sind die Prämien der PKV darüber hinaus deutlich günstiger als die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung, da die Assekuranzen die Beiträge ihrer Mitglieder nicht linear nach deren Einkommen bemessen. Mit fortschreitendem Lebensalter aber erhöhen sich die Kosten für Privatpatienten deutlich: Aus Sicht der Versicherung stellen sie ein höheres Kostenrisiko dar, das umgelegt wird. Zwar bestimmt der Gesetzgeber, dass zehn Prozent der Beiträge in eine Kapitalrücklage eingezahlt werden müssen, um den Beitragsanstieg im Alter abzumildern – der Effekt aber hält sich in Grenzen.

Um nicht durch die steigenden Belastungen in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten und im schlimmsten Fall den Versicherungsschutz aufgeben zu müssen, wird Mitgliedern der PKV von Finanzberatern empfohlen, rechtzeitig finanzielle Rücklagen zu bilden. Als Faustformel gilt hierbei, dass ein Drittel der anfallenden Prämien für einen Zeitraum von 25 Jahren aus den Rücklagen gedeckt werden können sollte. Wer im Alter von vierzig Jahren beginnt, monatlich 120 Euro in einen Banksparplan einzuzahlen, der fünf Prozent im Jahr erwirtschaftet, sollte im Alter von sechzig Jahren einen ausreichenden Kapitalstock angehäuft haben, aus dem sich ein Drittel der durchschnittlichen Prämien decken lässt.

Alternativ zu einem Banksparplan bieten sich Tages- oder Festgeldkonten an. In jedem Fall sollten sichere Anlageinstrumente gewählt werden – der persönliche Gesundheitsschutz eignet sich nicht zu spekulativen Zwecken. Der Verzicht auf die Berücksichtigung der Beitragsanstiege in der persönlichen Finanz- und Vorsorgeplanung ist nach Einschätzung von Experten fahrlässig und sollte unbedingt vermieden werden.

Posted by Stefan on 09/20 at 08:46 AM
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