PKV: Vom Billig-Produkt zum Luxus- Artikel?
Das kommende Jahr wird in der privaten Krankenversicherung wohl vor allem durch teils immense Beitragserhöhungen bestimmt werden. Bisher und insbesondere in den letzten Tagen wurde bekannt, dass Krankenvollversicherungs-Konzerne wie die Central, die ARAG, die Gothaer oder die HanseMerkur die Beiträge für bislang sehr günstige Tarife zum Teil sehr deutlich anheben werden. Und diese Konzerne werden mit Sicherheit nicht die einzigen bleiben, die mehr an Prämie ab dem kommenden Jahr verlangen werden. Ursache dieser Beitragserhöhung sind die gestiegene Ausgaben und Kosten der Versicherer für eine immer älter werdende Gesellschaft. Außerdem sind immer höhere Forschungskosten ein immer stärker werdender Faktor für Preissteigerungen. Daneben sind die Kosten für Personal und für Behandlungsmethoden ein weiterer Kostenerhöhungs-Faktor. Für die Versicherer heißt das übersetzt, dass sobald ein Tarif nicht mehr wirtschaftlich tragbar ist, es ökonomisch notwendig und sinnvoll ist, die Beiträge zu erhöhen. Tatsache ist, dass in der privaten Versicherung die vertraglich zugesicherten Leistungen nicht gekürzt werden dürfen. Somit ist die einzige Lösung, die Beiträge zu erhöhen. Für betroffene Versicherte heißt es nun daher: Entweder sie nehmen die finanziellen Einbußen hin oder sie wechseln den Tarif bzw. den Versicherer.
Die Konzerne, die ab 2012 Beitragserhöhungen durchsetzen wollen, werden ihre Versicherten auf dem Postweg davon in Kenntnis setzen. Die Versicherten erhalten zusätzlich die Informationen über ihr Recht, in einen Tarif mit weniger Leistungen zu wechseln oder auch ein Angebot, in welchem die Optionen einer Beitragsreduzierung erläutert werden. Wenn den Versicherten diese Möglichkeit nicht gefällt, können sie ein Sonderkündigungsrecht von 30 Tagen nach Erhalt der Informationen zur Beitragserhöhung in Anspruch nehmen. Bevor man jedoch Hals über Kopf seinen alten Tarif kündigt und bei einer anderen privaten Krankenversicherung unterschreibt, ist ein Versicherungsvergleich sinnvoll, der aufzeigt, wie hoch das Einsparpotenzial bei einem Versicherungswechsel tatsächlich ist.
