Preisanstieg bei PKV: Selbstbehalt erhöhen
Viele Mitglieder der privaten Krankenversicherung erhalten dieser Tage Nachricht von ihrer PKV, dass die Prämien für den Versicherungsschutz angehoben werden. Eine turnusmäßige Anpassung, die dem steigenden Lebensalter Rechnung trägt kann dabei ebenso der Grund für die zusätzliche Kostenbelastung sein wie allgemein gestiegene Ausgaben der Assekuranz, die diese durch eine Anhebung der Beiträge abzudecken versucht.
Wer nicht bereit ist, mehr zu zahlen, kann durch die Vereinbarung eines höheren Selbstbehaltes dem Kostendruck möglicherweise entgehen. Sofern die Versicherungsbedingungen eine Anpassung dieser Art erlauben, können Versicherte durch die Zahlung kleinerer Rechnungen aus eigener Tasche einen signifikanten Teil der laufend zu entrichtenden Prämien umgehen.
Die selbst zu zahlenden jährlichen Kosten für Behandlungen und Arzneien sollten allerdings in der persönlichen Finanzplanung berücksichtigt werden. Wer besonders große Eigenanteile vereinbart, sollte unbedingt entsprechende Rücklagen bilden, damit nicht eine unvorhergesehene Erkrankung zu einer gravierenden Belastung für das private Budget wird. Als Faustregel gilt hierbei: Selbstbehalte von mehr als 1000 Euro jährlich sollten durch eine Rücklage auf einem Tagesgeldkonto zumindest zur Hälfte abgesichert werden, sofern nicht auch größere Rechnungen problemlos durch das laufende Einkommen gedeckt werden können.
Wie hoch die Kostenersparnis bei der monatlichen Prämie durch einen höheren Selbstbehalt ausfällt, ist im Einzelfall mit dem Versicherer zu klären. Eine persönliche Bestandsaufnahme mit dem Berater und ein verbindliches Angebot sollten daher frühzeitig eingeholt werden, damit die optionale Anpassung des Tarifs hinreichend überdacht werden kann. Mitunter lassen sich durchaus zehn Prozent und mehr der Beiträge sparen: Insbesondere bei jungen Versicherten zeigen sich die Assekuranzen oft großzügig.
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