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Dienstag, Dezember 16, 2008

Private Versicherungen für kieferorthopädische Behandlungen

Zähne, Krankenhausaufenthalt, Arztbesuch, Sehhilfen oder Hörgeräte – Krankenzusatzversicherungen haben den gesamten Bereich des Gesundheitswesens erobert. Als Einzelpolice oder Komplettpaket sollen sie den beschränkten Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen aufstocken. Der Erfolg gibt den Unternehmen Recht. Millionen dieser Verträge wurden bereits abgeschlossen und der Trend hält an. Die Zeitschrift Finanztest hat sich jetzt mit den privaten Versicherungen für kieferorthopädische Behandlungen befasst und kommt zu dem Ergebnis: Sie lohnen sich nur für Kinder.

Das Problem bei dieser Art von Zahnzusatzversicherung sehen die Tester darin, dass Erwachsene ihre Ansprüche kaum geltend machen können. Die meisten Korrekturen seien bei älteren Patienten nicht medizinisch notwendig, sondern würden aus rein ästhetischen Gründen vorgenommen. Damit blieben die Versicherungen außen vor. Zudem seien Fehlstellungen, die als behandlungsbedürftig eingestuft würden, oft schon vor Vertragsabschluss bekannt und unterlägen damit nicht dem Versicherungsschutz. Mit ähnlichen Schwierigkeiten müssten auch Jugendliche rechnen, weil mögliche Probleme mit dem Kiefer auch bei ihnen schon bekannt seien und deshalb keine Leistungen erbracht würden.

Bei Patienten im Kindergartenalter stellten Ärzte hingegen nur selten Kieferprobleme fest. Das ändere jedoch nichts daran, dass die meisten später eine Zahnspange benötigten. Ein Großteil der Kosten von 4.000 Euro und mehr für die langwierige Behandlung bliebe an den Eltern hängen. Hier springen dann die privaten Versicherungen für kieferorthopädische Behandlungen ein. Sie übernehmen einen Teil der Arztrechnung. Hierbei komme es dann vor allem auf die Leistung an, die das Unternehmen bietet. Finanztest rät, dass die Police zum einen Privatbehandlungen umfassen sollte. Zum anderen müsse sie auch die Zusatzkosten decken, die bei einer Kassenbehandlung anfielen. Der Preis für eine solche Versicherung für Kinder von fünf Jahren liegt bei vier bis 13 Euro im Monat.

Posted by Andre on 12/16 at 07:13 AM
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