Provisionen der Versicherungsberater werden ab dem 1. November offen gelegt
Gute Beratung in Versicherungsfragen ist wichtig. Nur wissen die wenigsten Kunden, dass eben diese Beratung auch Geld kostet. Die Provision für den Vermittler wird von den Beiträgen abgezogen. Bisher waren diese Kosten für Versicherungsnehmer nicht ersichtlich. Mit der EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid (Markets in Financial Instruments Directive) ändert sich das. Ab dem 1. November muss der Verdienst der Berater ausgewiesen werden. Für viele dürfte das überraschende Erkenntnisse bringen.
Es ist der Verkauf, nicht die Beratung, an dem die Vermittler mehrheitlich verdienen. Bei einer Lebensversicherung über 50.000 Euro sind es bis zu 2.000 Euro Provision. Im Schnitt liegt der Prozentsatz, der für die erfolgreiche Arbeit gezahlt wird, bei 2,5 Prozent und ist abhängig vom Produkt. Viel Geld, das vom Anlagebetrag abgezogen wird.
Die Versuche, die Beratung in Rechnung zu stellen, gingen bisher immer nach hinten los. Die Deutsche Bank war eines der wenigen Unternehmen, die es versucht haben, aber kläglich gescheitert sind. Die Bereitschaft, für Beratungstätigkeiten rund um den Versicherungsschutz zu zahlen, war gleich null – obgleich jeder, der einen Vertrag unterschreibt, seinen Obolus leistet. Werden jetzt die Provisionen offen gelegt, könnten Honorarberater im Vorteil sein. Sie haben feste Stundensätze. Und selbst, wenn sehr großzügig gerechnet wird, liegen die Kosten bei der 50.000-Euro-Lebensversicherung deutlich unter denen der Provision.
Versicherungen • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
