Quelle Bausparkasse: Bestehende Verträge sind nicht in Gefahr
Die Insolvenz von Arcandor war in den vergangenen Wochen ein großes Thema in der Wirtschaftspresse. Millionen von Kunden werden künftig nicht mehr in den Warenhäusern des Konzerns oder beim großen Versandhaus Quelle einkaufen können – die einzelnen Unternehmen werden abgewickelt. Doch von der Quelle Bausparkasse hat hingegen längst nicht jeder gehört: Es handelt sich um eine die kleinste Bausparkasse Deutschlands, die aufgrund der Arcandor Insolvenz ebenfalls in Schwierigkeiten geraten ist.
Wie das „Handelsblatt“ berichtet, betreut die Quelle Bausparkasse immerhin 93.000 Kunden. Ein großer Teil dieser Kunden wird sicherlich verunsichert sein und wissen wollen, wie es mit den Finanzprodukten bzw. mit den bisher abgeschlossenen Bausparverträgen und Darlehensverträgen weitergeht. Glücklicherweise kann eine Entwarnung ausgesprochen werden: Die Quelle Bausparkasse wurde vom Branchenverband der Bausparkassen übernommen. Dieser hat sich bereits zu Wort gemeldet und garantiert den Bestandskunden eine professionelle Betreuung: Die geschlossenen Verträge seien nicht in Gefahr, so der neue Vorstandschef.
Dennoch wird die Quelle Bausparkasse vom Markt verschwinden: Das Neukundengeschäft wird vollständig eingestellt. Lediglich die bestehenden Finanzprodukte werden weiterhin betreut. Wer einst einen Bausparvertrag bei der Quelle Bausparkasse abgeschlossen hat, ist demnach dazu berechtigt, diesen auch abzurufen bzw. das Darlehen im Bedarfsfall in Anspruch zu nehmen.
Dass das Neugeschäft eingestellt wird, ist im Grunde genommen sehr schade: Die Quelle Bausparkasse zählte im Hinblick auf die Konditionen zu den stärksten Bausparkassen am Markt. Dementsprechend gibt es fortan im Bauspargeschäft einen Anbieter weniger – ein Umstand, über den sich die anderen Bausparkassen freuen dürften.
