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Donnerstag, September 18, 2008

Quo Vadis GKV/PKV-Wechsel: Kinder nicht mitversichert

Der Wechsel in die private Krankenversicherung gewinnt für immer mehr Arbeitnehmer an Attraktivität. Grund für das Interesse sind weniger aktuelle Änderungen am Leistungsangebot der PKV, sondern vielmehr gravierende Schwächen des nächsten Substitutes: Die gesetzliche Krankenversicherung zieht großen Unmut ihrer Mitglieder auf sich. Grund sind zum einen laufend steigende Prämien und zum anderen eine sukzessive Einschränkung des Leistungsangebotes.

Im Zuge der Gesundheitsreform wurden verschiedene Belastungen für Kassenpatienten eingeführt. Neben der unliebsamen Praxisgebühr und Zuzahlungen zu bestimmten Arzneien wurden auch die Beiträge deutlich angehoben. Mit dem kommenden Jahreswechsel steht dabei die nächste Kostenwelle bereits vor der Tür: Die Einführung des Gesundheitsfonds wird nach Aussage der Krankenkassen zu einem durchschnittlichen Beitrag in Höhe von 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens führen. Durch verbesserte Leistungen indes glänzt die GKV nicht: Zahlreiche Behandlungen werden nicht mehr übernommen und müssen vom Patienten aus eigener Tasche bezahlt werden.

Die private Krankenversicherung bietet ein deutlich besseres Preis-Leistungsverhältnis: Die Prämien der Mitglieder werden nicht in linearer Abhängigkeit von deren Einkommen erhoben, sondern individuell festgelegt. Da der Wechsel in die PKV ohnehin nur mit einem überdurchschnittlich hohen Einkommen möglich ist, sparen die meisten durch den Schritt heraus aus dem gesetzlichen Versicherungsschutz. Darüber hinaus steht Privatpatienten ein weitaus großzügigerer Leistungskatalog zur Verfügung als es bei Kassenpatienten der Fall ist. Wer mehrere Kinder erzieht, sollte sich den Wechsel Experten zufolge allerdings genau überlegen: Der Nachwuchs ist im Gegensatz zur GKV nicht kostenlos mitversichert, so dass für jeden Sprössling einzeln Beiträge entrichtet werden müssen.

Posted by Stefan on 09/18 at 09:16 AM
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