Raucher zahlen höhere Versicherungsprämien
Rauchen schadet der Gesundheit – und dem Geldbeutel. An dieser Stelle sei dabei nicht auf die hohen Preise für die weit verbreiteten Glimmstängel verwiesen. Raucher zahlen auch bei bestimmten Versicherungen deutlich mehr als Nichtraucher. Insbesondere Risikoversicherungen, die mit der Gesundheit und dem Leben des Versicherungsnehmers in Verbindung stehen, kommen Raucher deutlich teurer zu stehen.
Ein 30jähriger Mann, der seine Angehörigen für den Fall seines Ablebens finanziell absichern möchte und zu diesem Zweck eine Risikolebensversicherung über ein Volumen von 200.000 Euro abschließt, muss mit monatlichen Kosten von rund 20 Euro als Nichtraucher rechnen. Raucher zahlen – sofern nicht noch weitere zusätzliche Risikofaktoren latent sind – den doppelten Beitrag. Als Raucher wird dabei nach Angaben von Branchenkennern jeder verstanden, der in den zurückliegenden 12 Monaten zum Glimmstängel gegriffen hat. Wie hoch der Zigarettenkonsum tatsächlich ausgefallen ist, spielt dabei keine Rolle.
Auch andere Policen wie beispielsweise Dread-Disease-Versicherungen, mit denen sich die finanziellen Folgen bestimmter schwerer Erkrankungen absichern lassen, kommen Raucher deutlich teuer zu stehen. Wer eine Versicherung abschließt, sollte seiner Assekuranz keinesfalls sein Laster verschweigen: Im schlimmsten Fall erlischt der gesamte Versicherungsschutz – nicht einmal die eingezahlten Beiträge werden zurückerstattet. Wer im Besitz einer Police ist und nach jahrelanger Abstinenz das Rauchen erneut aufnimmt, muss allerdings nicht um die Leistung der Assekuranz bangen, wenn die veränderten Umstände dem Versicherungsgeber nicht mitgeteilt werden. Im Zweifel erfolgt dann ein Umwandlung des Tarifes: Wer eine Nichtraucher-Lebensversicherung unterhält, zwischenzeitlich das Rauchen allerdings wieder anfängt, hat Anspruch auf die Versicherungsleistung, die bei dem gezahlten Beitrag einem Raucher zustehen würde.
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