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Sonntag, Mai 01, 2011

Restschuldversicherung für Kredite lohnt häufig nicht

Ratenkredite erfreuen sich einer sehr großen Beliebtheit: Immer häufiger wird bei der Anschaffung von Konsumgütern die Entscheidung getroffen, eine Finanzierung abzuschließen. In den vergangenen Jahren hat die Anzahl der abgeschlossenen Kredite aus diesem Finanzierungssegment deutlich zugenommen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Kredite direkt bei den Händlern abgeschlossen werden können und hierdurch eine komfortable Kreditaufnahme ermöglicht wird.

Im Handel wird häufig mit den niedrigen Zinssätzen entsprechender Ratenkredite geworben. Doch so günstig sind die Kredite meist gar nicht: Vor allem der ergänzend angebotene Versicherungsschutz treibt die Kosten schnell in die Höhe. Mittlerweile werden sehr viele Ratenkredite in Verbindung mit sogenannten Restschuldversicherungen angeboten. Der Versicherungsschutz soll eine Ablösung der Restschuld in schwierigen Situationen gewährleisten. Allerdings profitiert der Kreditnehmer nur selten von den gebotenen Leistungen: In erster Linie sichern sich die Banken ab, von denen die Kredite angeboten werden. So wird häufig der Todesfall versichert: Sollte der Kreditnehmer vor der endgültigen Tilgung seiner Darlehensschuld versterben, springt die Versicherung ein und löst den Restschuldbetrag ab. Die Policen werden oftmals mit dem Versprechen vertreiben, dass die Hinterbliebenen damit finanziell abgesichert sind. Im Wesentlichen geht es jedoch der Bank darum, das eigene finanzielle Risiko zu begrenzen.

Das Problem bei den Restschuldversicherungen besteht darin, dass sie vor allem teuer sind. Für wenig Leistung muss ein vergleichsweise hoher Beitrag entrichtet werden. Gerade bei Kleinkrediten bzw. bei Finanzierungen von wenigen hundert bis tausend Euro lohnt sich der Abschluss daher meist nicht: Das finanzielle Risiko ist überschaubar, die Kosten sind hingegen unnötig hoch bemessen. Wer auf die Versicherung verzichtet, finanziert meist sehr viel günstiger.
Restschuldversicherungen sind eher dann interessant, wenn es um große Kreditbeträge gilt. Allerdings sollte dann nicht nur der Todesfall versichert sein: Arbeitslosigkeit sollte ebenfalls im Leistungsumfang enthalten sein, damit sich der Versicherungsabschluss auch lohnt.

Posted by Jochen on 05/01 at 05:00 PM
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