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Dienstag, März 10, 2009

Riester-Absatz lässt nach

Insgesamt 12,2 Millionen Bundesbürger sorgen über eine Riester-Rente für das Alter vor. 2008 kamen 2,2 Millionen Verträge hinzu, 700.000 davon alleine im letzten Quartal. Das klingt nach einer stattlichen Zahl, ist im Vergleich zu den Vorjahren aber ein deutlicher Rückschritt. Die Zahl der Neuverträge lag 2007 noch bei 2,7 und in 2006 bei 2,4 Millionen Policen. Berücksichtigt werden müssen bei der Statistik, die das Bundesministerium für Arbeit und Sozial (BMAS) ein wenig verspätet vorlegte, auch 480.000 Stornierungen im vergangenen Jahr.

Eine detaillierte Aufstellung, welche die verschiedenen Vertragsarten der Riester-Rente widerspiegelt, wird der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am 25. März präsentieren. Doch selbst ohne die Differenzierung nach reiner Versicherung, Fonds- und Banksparplan sowie Wohn-Riester zeigt sich, dass es längst nicht mehr so steil bergauf geht, sondern der Absatz langsam nachlässt. Das belegen die Zahlen für das vierte Quartal 2008. Normalerweise kommt es auch bei der Riester-Rente zu einer Art Schlussverkauf und werden noch vor dem Jahreswechsel Verträge unter Dach und Fach gebracht. Dieser Trend zeigte sich mit 700.000 Policen nicht mehr ganz so deutlich. In den vorangegangenen Jahren wurde meist die Millionengrenze erreicht. Auf Fondssparpläne entfielen dabei im Schlussquartal laut Bundesverband Investment und Asset Management e.V. rund 150.000 Verträge. Der Wohn-Riester schlug 2008 mit rund 40.000 Policen zu Buche, so das BMAS.

Wesentlich höher als sonst fiel die Zahl der Stornierungen aus. 480.000 Verträge wurden aufgelöst. Als Ursache für die deutliche Zunahme nennt das Bundesministerium den stärkeren Wettbewerb um Neukunden. Zudem seien die Verbraucher wählerischer geworden und verglichen sehr genau. „Wo mehr Menschen riestern, überdenken auch mehr ihren Weg“, erklärt das BMAS. Die Wechselbereitschaft beweise, dass der Markt funktioniere. Wunsch des Gesetzgebers sei ohnehin, dass Riester-Sparer nicht über Jahre an ein Produkt gebunden seien, sondern die Möglichkeit hätten, zu wechseln. Angesichts attraktiver Angebote lohne es sich inzwischen auch eher, gegebenenfalls einen neuen Anbieter zu wählen. Zuvor sollte man aber, so der Rat, mit professioneller Hilfe die Angebote vergleichen.

Posted by Andre on 03/10 at 06:33 AM
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