Riester Rente für Minijobber
Die meisten Minijobber unterschreiben bei Ihrem Arbeitgeber nicht den Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit. Dies führt jedoch dazu, dass schon hier keine Beiträge zur Rentenversicherung getätigt werden. Und auch über die Riester Rente denken Minijobber leider oft nicht nach. Dabei wären beides sehr gute Säulen für die Altersvorsorge der Geringverdiener in unserem Land, die später sonst ohne eine Rentenversorgung dastehen und auf die Grundsicherung angewiesen sind, die nur wenig über dem Regelsatz für das Arbeitslosengeld II, dem berühmten Hartz IV, liegen. Gerade deshalb sollte man sich als ein Erwerbstätiger im Bereich der Minijobs gut überlegen, wie mein für sein Alter vorsorgen möchte. Vor allem die Riester Rente bietet durch ihre guten Zulagen eine schöne Möglichkeit, eine Private Vorsorge zu betreiben. Bei vier Prozent eingezahltem Brutto je Jahr käme ein Minijobber mit einem Entgelt von 400,- Euro auf einen Betrag von 16,- Euro im Monat, den er in die Riester Rente einzahlen müsste, um den vollen Zulagenbetrag von 154,- Euro im Jahr zu erhalten. Das hört sich im ersten Moment nach viel an, ist jedoch als Gesamtsumme zu betrachten. Der Minijobber selbst zahlt 192,- Euro im Jahr ein, vom Staat bekommt er darauf 154,- Euro Zulage für seinen Riester Vertrag. Das sind noch mal 80 Prozent des selbst eingezahlten Betrages, den man geschenkt bekommt.
Bei Minijobs, wie all jene Jobs bezeichnet werden, die mit einem Verdienst mit maximal 400,- Euro im Monat vergolten werden, zahlt immer der Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge für Krankenkasse, für die Pflegeversicherung und für die Arbeitslosenversicherung sowie die Steuern. Der Minijobber erhält dadurch ein Brutto = Netto, was natürlich auf der einen Seite sehr schön ist. Auf der anderen Seite ist er so lange von der Rentenversicherungspflicht befreit, wie er nicht die Verzichtserklärung auf die Rentenversicherungsfreiheit unterschreibt. Dies kann natürlich auch dann beibehalten werden, wenn der Minijobber nur eine Private Altersvorsorge betreiben möchte. Dennoch ist man eher damit beraten, beide Säulen, sowohl die staatliche Rentenversicherung als auch die Riester Rente, zu nutzen, um für das Alter vor zu sorgen. Heute weiß niemand, was eines Tages aus unserer Rente von heute werden wird. Ob es bei der Umlagenrente bleiben wird oder die kapitalgedeckte Rente wie aus früheren Tagen wiederkommen wird. Vielleicht wird eines Tages auch eine Mischform kommen. Doch bei allem, was morgen kommen könnte oder auch nicht: Heute ist der Tag, um die richtige Vorsorge zu betreiben und damit zu beginnen.
Wer übrigens nicht auf seine Rentenversicherungsfreiheit verzichten möchte, der kann auch mehr als die 16,- Euro monatlich in seinen Riester Vertrag einzahlen. Doch gerade einem Minijobber mit nicht so hohen Einzahlungen sei geraten, möglichst einen Riester Vertrag mit einer klassischen Geldanlage zu wählen und kein Risikoprodukt. Dadurch ist die garantiert auszuzahlende Private Rente aus der Riester Rente am Schluss höher, auch wenn die Renditen möglicherweise niedriger sind. Und bedenken Sie bitte eines: Auch wenn Sie heute dann das Geld nicht haben, das Sie in einen Riester Vertrag einzahlen, so sind sie doch morgen, in Ihrem Alter, weniger oder gar nicht von der Grundsicherung abhängig. Dies sollte nachdenklich stimmen und zu Vorsorge treiben. Informationen zur Riesterrente und zu entsprechend geeigneten Verträgen finden Sie auch bei uns.
