Riester-Rente rechtzeitig anpassen
Die staatlichen Zulagen zur Riester-Rente fließen nur dann in voller Höhe, wenn einerseits ein Antrag gestellt wird – idealerweise ein Dauerzulagenantrag, um sich nicht jedes Jahr aufs Neue mit dem Papierkram herumärgern zu müssen – und anderseits die eigenen Beiträge mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens ausmachen. Ändern sich die Lebensumstände oder das Gehalt, sollte die Versicherung bzw. die Bank rechtzeitig informiert werden, damit kein Geld verschenkt wird.
Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich um diese Belange zu kümmern. Viele Rechengrößen in der Sozialversicherung wurden angepasst und wirken sich entsprechend auf den Lohn aus. Steigt dadurch das Einkommen, muss auch mehr aus eigener Tasche in die Riester-Rente investiert werden. Lügen haben dabei kurze Beine. Wer sein Gehalt bewusst „klein macht“, um weniger zahlen zu müssen, bekommt das bei der Abrechnung zu spüren. Die Zulagenstelle nutzt die Daten der Rentenversicherungsträger für einen Abgleich. Lag der Eigenanteil unterhalb der gesetzlich geregelten Grenze, werden die Zulagen entsprechend gekürzt.
Sinnvoll ist es, selbst aktiv zu werden und die neuen Daten an die Versicherung zu melden. Teilweisen fragen die Unternehmen auch von sich aus nach, ob sich etwas geändert hat. Anhand dieser Informationen wird der neue Beitrag berechnet und alles läuft seinen gewohnten Gang. Melden sollte man sich auch nach der Geburt eines Kindes. Schließlich stockt der Staat die Zuschüsse für die private Altersvorsorge in dem Fall um die Kinderzulage auf. Die fließt aber nicht automatisch. Ein Anruf oder Brief sollte reichen, damit die Bank oder Versicherung informiert ist und alles Nötige in die Wege leiten kann.
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