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Montag, Juni 28, 2010

Riester-Renten-Vergleich

Die Riester-Rente kratzt langsam aber sicher an der 14-Millionen-Marke und gehört für die Versicherungsbranche damit zu den wichtigsten Produkten aus dem Bereich private Altersvorsorge. Die Vielzahl an Tarifen, aufgeschlüsselt nach klassischer und fondsgebundener Riester-Rente sowie Banksparplänen, macht es für Verbraucher allerdings immer schwerer, den Überblick zu behalten. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung aus Weiden hat sich jetzt 73 Tarife von 50 Gesellschaften näher angesehen, nach 74 Kriterien bewertet und für acht Musterfälle berechnet. Das Ergebnis dieser umfangreichen Studie präsentierte jetzt exklusiv die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Erfreulich: Allen Unkenrufen der Vergangenheit zum Trotz lohnt sich die Riester-Rente zur privaten Altersvorsorge und bringt eine positive Rendite. Wer bereits als 20-Jähriger Beiträge in eine klassische, staatlich geförderte Rentenversicherung einzahlt, kann mit einer durchschnittlichen Rendite von 4,06 Prozent rechnen – unberücksichtigt der steuerlichen Behandlung der Zahlungen in der Spar- und der Rentenphase. Würde sie ebenfalls in die Kalkulation aufgenommen, ergäbe sich laut FAZ eine bessere Rendite. Eine 20-jährige Frau dürfte sich wegen der höheren Lebenserwartung über rund 4,27 Prozent freuen.

Je früher mit dem Sparen begonnen wird, desto eher lohnt sich eine Riester-Rentenversicherung. Für ältere Kunden empfiehlt das Institut für Vorsorge und Finanzplanung aufgrund der Kostenstruktur einen Banksparplan. Bei fondsgebundenen Produkten kann die Rendite hingegen nur geschätzt werden. Ausgehend von einer Police, deren Fonds 6,0 Prozent erwirtschaften, blieben nach Abzug der Kosten 3,5 bis 4,0 Prozent für ältere Riester-Sparer und rund 5,0 Prozent für den 20-jährigen Musterkunden. Die Rendite sollte allerdings nicht das alleinige Entscheidungskriterium sein. Ebenso wichtig ist die Möglichkeit, die Riester-Rente flexibel anpassen zu können, zum Beispiel in puncto Todesfallschutz.

Zu den weiteren Aspekten, auf die es bei der privaten Altersvorsorge nach Riester – und bei fast allen anderen Versicherungen – ankommt, gehören die transparente und nachvollziehbare Vertragsgestaltung. Überzeugen konnten in dieser Hinsicht und allen anderen Testkriterien die Produkte der Allianz. Sie kam in beiden Kategorien, klassisch und fondsgebunden, auf den ersten Platz. Volkswohl Bund, die Postbankversicherung PBV, Axa, Cosmos Direct und HDI Gerling sind ebenfalls ganz vorne mit dabei. Eines können allerdings auch die Tarife der Testsieger nicht ändern: Dass nur 30 Prozent des angesparten Kapitals zu Rentenbeginn entnommen werden dürfen und dann voll versteuert werden müssen. Das sind die recht starren Vorgaben des Gesetzgebers.

Posted by Andre on 06/28 at 08:56 AM
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