Riester-Versicherungen überzeugen im Test
Die Riester-Rente hat schon viele Nackenschläge einstecken müssen: „Lohnt sich nicht“, gehörte zu den häufigsten Argumenten, wenn mal wieder über die staatlich geförderte Altersvorsorge lamentiert wurde. Das schürte ein wenig die Angst, ein (Arbeits-)Leben lang zu sparen, um dann möglicherweise doch nichts oder nur wenig davon zu haben. Die „Stiftung Warentest“ hat sich die klassische Riester-Rentenversicherung jetzt einmal ganz genau angesehen, den Bleistift gespitzt und gerechnet. Ihr Ergebnis: Die Riester-Rente ist weiterhin eine gute Möglichkeit zum Aufbau einer Zusatzrente.
Getestet wurden 26 Produkte. Überflieger, die ein „sehr gut“ verdient hätten, waren nicht mit von der Partie. Immerhin schafften jedoch fünf Vorsorgepolicen ein „gut“ und 16 ein „befriedigend“. Grundsätzlich gilt, so die Stiftung Warentest: Jeder Vertrag wirft eine Rendite ab, schon aufgrund der staatlichen Zulagen. Sie fließen in voller Höhe, wenn vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens investiert und in einen Riester-Vertrag eingezahlt werden. Vom Staat gibt es 154 Euro als Grundzulage, für Kinder 185 Euro bzw. bei Geburtsjahrgängen ab 2008 ganze 300 Euro im Jahr. Das summiert sich, wenn man schon früh einen Vertrag abschließt, zumal es noch einen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro gibt.
Der größte Vorteil: Sämtliche Einzahlungen und Zulagen sind sicher und stehen bei Rentenbeginn auf jeden Fall zur Verfügung. Das gilt auch, wenn man die Beitragszahlungen einmal ruhen lässt. Das kann beispielsweise bei Arbeitslosigkeit oder im Rahmen der Elternzeit der Fall sein. Damit bietet die Riester-Rente ausreichend Flexibilität. Verträge, die „gut“ sind, bringen zusätzlich eine nette Rendite. Ein 40-jähriger, der 30.000 Euro verdient, jährlich 1.046 Euro aus eigener Tasche für die private Altersvorsorge zahlt und 154 Euro Bonus erhält (in der Summe 1.200 Euro, damit vier Prozent des Einkommens), kann schon nach zehn Rentenjahren im Plus liegen und mehr erhalten, als eingezahlt wurde.
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