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Mittwoch, Juli 14, 2010

Rürup-Rente und Berufsunfähigkeitspolice machen sich nicht gut als Pärchen

Kombiprodukte und Paketlösungen werden im Versicherungsbereich sehr häufig angeboten, quasi als Rundum-Schutz mit Preisvorteil. Doch nicht alle Pärchen, die auf diese Weise gebildet werden, passen zusammen oder bieten tatsächlich die Vorteile, mit denen sie beworben werden. Der Bundesverband der deutschen Versicherungsberater (BVVB) nennt dazu als Beispiel die Kombination aus Rürup-Rente für die private Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsversicherung für den Risikoschutz: Die Basisrente sei als „Vehikel zur Absicherung der Arbeitskraft“ zu teuer.

Beide Verträge, einzeln für sich genommen, insbesondere die Berufsunfähigkeitspolice, gehören zu den gängigen und absolut empfehlenswerten Produkten für die eigene Vorsorge. Bedenkt man, dass rein statistisch jeder vierte Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen aufhören und den Beruf an den Nagel hängen muss, steht die BU-Absicherung nicht ohne Grund auf Platz zwei der wichtigsten Policen, direkt hinter der privaten Haftpflichtversicherung. Sie aus Gründen der Steuerersparnis mit einer Rürup-Rente zu kombinieren oder eine bestehende Berufsunfähigkeitsversicherung umzuwandeln, macht aus Sicht des BVVB allerdings keinen Sinn.

Das Argument, 2010 70 Prozent der Beiträge für die Basisrente als Vorsorgeaufwendungen bei der Steuer geltend machen zu können, sei nur die halbe Wahrheit. „Die meisten Vermittler erwähnen nicht, dass die Rente im Fall einer Berufsunfähigkeit deutlich höher besteuert wird. Der Vorteil schlägt sehr schnell in einen finanziellen Nachteil um“, erklärt der Verband in einer Pressemitteilung. Dazu ein Beispiel: Wer 550 Euro in die BU-Police einzahlt, spart etwa 130 Euro Steuern. Macht in 15 Jahren bei einer Verzinsung von 4,0 Prozent knapp 3.400 Euro Ersparnis. Im Versicherungsfall müssen die Leistungen dann versteuert werden. In dem Fall wären es rund 115 Euro pro Monat und damit knapp 20.000 Euro über die gesamte Restlaufzeit der Rente. Besser sei es, Versichern und Sparen zu trennen, um jederzeit flexibel reagieren zu können.

Posted by Andre on 07/14 at 10:25 AM
VersicherungenAltersvorsorgeBerufsunfähigkeitWissenswertes • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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