Senioren schließen vielfach unnötige Versicherungen ab
Versicherungsschutz sollte in jedem Alter bestehen. Wie umfangreich dieser Schutz, muss jeder selbst entscheiden. Viele übertreiben es gerne und haben in ihren Aktenordner Policen schlummern, die von Experten gerne als „Renditegrab“ bezeichnet werden. Gerade bei Senioren fruchten die wohlklingenden Versprechen und die Warnungen der Versicherungsvertreter, dass im Alter mit wesentlich mehr Risiken zu rechnen sei.
Dass der Versicherungsschutz der Lebenssituation und damit dem Alter entsprechen sollte, daran lassen auch der Bund der Versicherten und die Verbraucherzentralen keinen Zweifel. Sie raten allerdings dazu, sich genau zu überlegen, welche Versicherung abgeschlossen wird. Oberste Priorität sollten demnach alle die Existenz bedrohenden Risiken haben. Und dazu gehört, auch wenn manche es für übertrieben halten, die private Haftpflichtversicherung. Viele ältere Menschen verzichten auf diesen elementaren Schutz, haben aber stattdessen mehrere Sterbegeldversicherungen oder eine Zahnersatzversicherung.
Von den speziell für Senioren angebotenen Versicherungspaketen halten die Verbraucherschützer wenig. Einiges sei unnötig, manches verschlinge nur Geld und böte nicht die Leistungen, die nötig wäre. Als durchaus sinnvoll stufen sie hingegen eine Pflegezusatzversicherung ein. Für den Fall, dass ein teurer Pflegeheimplatz nötig wird, bietet sie nicht nur den Versicherten, sondern auch den Angehörigen finanzielle Sicherheit.
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