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Donnerstag, Januar 22, 2009

Senioren-Unfallversicherung – auf die Hilfeleistungen kommt es an

Normalerweise wartet die Zeitschrift Finanztest mit ausführlichen Tabellen auf, in denen Tarife für Musterpersonen verglichen und gewertet werden. Bei den Senioren-Unfallversicherungen, die im aktuellen Heft unter die Lupe genommen werden, hat sie darauf verzichtet. Der Tarifdschungel wuchert zu wild, unter anderem durch Zusatzleistungen, als dass ein sinnvoller Preis-Leistungsvergleich möglich wäre. Als Anhaltspunkte liefert sie stattdessen Mindestanforderungen, die erfüllt sein sollten, damit ein umfassender Schutz gewährleistet ist.

Und das ist gerade bei Senioren umso wichtiger. Mit zunehmendem Alter wächst das Risiko, durch einen Unfall handlungsunfähig zu werden. Bei über 65-jährigen weist die Statistik einen Sturz pro Jahr aus. In zehn Prozent der Fälle resultiert daraus eine ernsthafte Verletzung. Wer dann keine Hilfe von Angehörigen hat, für den ist eine Senioren-Unfallversicherung ideal. Bei älteren Menschen bestehe durchaus Bedarf an einer entsprechenden Police, sagt die Stiftung Warentest. Ansonsten zeigen sich die Verbraucherschützer eher kritisch, wenn es um den Abschluss von Unfallversicherungen geht. Dass sie bei Senioren eine Empfehlung aussprechen, liegt in erster Linie an den umfangreichen Hilfeleistungen, die sich vereinbaren lassen. Optimal sei die Kombination aus Hilfe und Invaliditätsleistung, die genutzt werden kann, um die Wohnung von Barrieren zu befreien.

Angesichts der Vielzahl von Tarifvarianten ist es bei der Senioren-Unfallversicherung besonders wichtig, in Ruhe zu vergleichen und auf die Konditionen zu achten. Wenig empfehlenswert sind Policen, die erst ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent greifen. Auch von Verträgen, die Hilfeleistungen nur organisieren, aber nicht die Kosten übernehmen, wird abgeraten. Finanztest nennt daher eine Reihe von Mindestanforderungen. Dazu gehört unter anderem, dass die Leistungen mindestens sechs Monate lang erbracht und die Kosten für die Maßnahmen von der Versicherung gezahlt werden. Zusätzlich sollte ein 24-Stunden-Hausnotrufdienst vorhanden sein. Ebenso wichtig sind ein täglicher Menüservice, eine Reinigungskraft für mindestens zwei Stunden in der Woche, ein Wäscheservice und tägliche Pflegeleistungen inklusive einer ausführlichen Pflegeberatung.

Posted by Andre on 01/22 at 07:24 AM
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