Senioren wünschen sich mehr als nur finanzielle Sicherheit beim Unfallschutz
Nicht bei jedem Unfall kommt man mit dem Schrecken oder einer Schramme davon. Manchmal bleiben langfristige, teils auch dauerhafte Schäden zurück. Davor haben vor allem ältere Menschen Angst. Sie standen im Fokus einer Forsa-Umfrage zur privaten Unfallversicherung, in Auftrag gegeben von der Ergo-Versicherung. Der Tenor ist eindeutig: Senioren halten diese Form der Absicherung für wichtig und sinnvoll.
Die Einstellung ist nachvollziehbar – sollte es zumindest sein, auch für jüngere Menschen. Denn die Statistik spricht Bände: Jahr für Jahr werden acht Millionen Menschen Opfer eines Unfall. Blickt man nur auf die ältere Generation, so stürzen Menschen über 65 Jahren im Schnitt einmal jährlich. In zehn Prozent der Fälle ziehen sie sich dabei schwere Verletzungen zu. Dass 61 Prozent der Umfrageteilnehmer sich für die private Unfallversicherung aussprechen sollte also nicht verwundern. Insbesondere Personen über 70 Jahre und Alleinstehende befürchten, dass sich nach einem Unfall niemand um sie kümmert.
Wenn die Familie nicht hilft, kommen professionelle Dienstleister ins Spiel. An sie denken 19 Prozent der Senioren, sollten sie infolge eines Unfalls versorgt werden müssen. Neben der rein finanziellen Absicherung durch die private Unfallpolice setzen ältere Menschen daher auch auf sogenannte Assistance-Leistungen. „Je älter man ist, desto wichtiger wird nach einem Unfall neben der finanziellen Sicherheit auch die Versorgung, die Aufrechterhaltung der Lebensqualität und die Möglichkeit, weiterhin aktiv am Leben teilzunehmen“, erklärt der Vorstand der Ergo-Versicherung, Jürgen Engel.
Gewünscht werden vor allem ein Pflegeservice (37 Prozent), Fahrdienste, zum Beispiel zur Krankengymnastik (29 Prozent), die Reinigung der Wohnung und ein Wäschedienst (26 Prozent), die Begleitung bei Arzt- und Behördenbesuchen (25 Prozent) sowie ein Einkaufs- und Menüservice (24 Prozent). Für diese Assistance-Leistungen in der privaten Unfallversicherung sind 50 Prozent der Senioren bereit, einen höheren Preis zu bezahlen. Sie wissen also durchaus um die Bedeutung der Absicherung. Allerdings, so Jürgen Engel: „Dennoch werden die aus einem Unfall resultierenden negativen Folgen oftmals noch verdrängt.“
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