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Freitag, Oktober 28, 2011

Sicher vor Pfändungen mit dem Pfändungsschutzkonto

Seit Mitte 2009 gibt es inzwischen das Pfändungsschutzkonto, meist kurz als P-Konto bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein normales Girokonto, das jedoch mit einer Besonderheit geführt wird: Das Guthaben darauf ist in einem bestimmten Rahmen vor Pfändungen sicher.

Die Höhe des Pfändungsschutzes

Jeder, der über ein P-Konto verfügt, erhält zunächst einen Basispfändungsschutz, der aktuell 1.028,89 Euro beträgt. Dies bedeutet, dass ein Einkommen, das bis zu diesem Betrag auf dem Konto eingeht, nicht gepfändet werden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieses Einkommen aus einer beruflichen Tätigkeit oder beispielsweise aus Geldgeschenken von Verwandten stammt.

Wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen, kann es sein, dass dieser Basispfändungsschutz erhöht wird. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Kontoinhaber Kindergeld auf dieses Konto bekommt oder wenn Unterhaltspflichten bestehen. Der Bank müssen diese Umstände allerdings nachgewiesen werden, damit der Pfändungsschutz erhöht werden kann.

Die Kosten für ein P-Konto

Stellen Sie sich besser darauf ein, dass Sie nach einem solchen Girokonto kostenlos vergeblich suchen werden – ganz im Gegenteil. Im Regelfall sind P-Konten im Vergleich zum herkömmlichen Girokonto noch wesentlich teurer, besonders was die Höhe der Kontoführungsgebühren angeht.

Anspruch auf ein Girokonto?

Einen gesetzlichen Anspruch auf ein Girokonto gibt es aber auch durch die Einführung des P-Kontos nicht. Es hat zwar jeder einen Anspruch darauf, ein P-Konto zu bekommen. Dies gilt allerdings nur, wenn er auch bereits ein Girokonto hat, das in ein P-Konto umgewandelt werden kann. Ist kein bestehendes Girokonto vorhanden, gibt es auch keinen Anspruch auf die Eröffnung eines neuen Kontos.

Leider gibt es immer mehr „Vermittler“, die diese Notsituation schamlos ausnutzen. Sie versprechen, dem Betroffenen ein solches Konto zu verschaffen, nehmen aber dafür natürlich eine nicht unerhebliche Vermittlungsgebühr. Diese kann bis zu 100 Euro und mehr betragen. Im Regelfall verschaffen einem solche Vermittler aber kein seriöses Girokonto, sondern ziehen ihren Kunden nur zusätzlich das Geld aus der Tasche.

Posted by Micha on 10/28 at 12:52 PM
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