Signal Iduna setzt auf Rechtsschutz
Die Signal Iduna ist bereits seit längerer Zeit auf großer Einkaufstour. Im Korb liegen vor allem Rechtsschutzversicherer, um die Aktivitäten in dieser Sparte ein wenig zu forcieren. Wachstum lautet das vornehmliche Ziel. Nachdem Ende 2008 die Deutsche Rechtsschutz-Versicherung (Deurag) übernommen wurde, steht jetzt die Allrecht auf dem Plan. Sie gehört bereits zu 66 Prozent der Signal Iduna. Jetzt sollen weitere 26 Prozent hinzukommen, die bislang im Besitz der Arag sind. Der Münchener Verein hält die restlichen acht Prozent und wird sie auch behalten.
Der Vorstandsvorsitzende der Signal Iduna, Reinhold Schulte, zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden: „Mit dem Erwerb der Allrecht-Anteile haben wir einen weiteren Schritt getan, um unsere Rechtsschutzaktivitäten zu bündeln“. Als nächstes steht auf dem Programm, Allrecht und Deurag miteinander zu verschmelzen. Die Deurag kam im vergangenen Jahr auf rund 100 Millionen Euro Bruttobeiträge. Bei der Allrecht waren es etwa 40 Millionen Euro. 2,4 Prozent des neuen Unternehmens werden dann dem Münchener Verein gehören, als jetzigem Anteilseigner der Allrecht.
Die Übernahme zeigt, dass Arag und Signal Iduna derzeit völlig andere Strategien verfolgen. Liegt der Schwerpunkt bei der Signal Iduna auf dem Ausbau der Sparte Rechtsschutz, geht es dem Rechtsschutz-Spezialisten mehr um das Auslandsgeschäft. Dazu hat die Arag in Italien Anfang des Jahres den Versicherer UGF Assecurazioni übernommen. Vorstandschef Paul-Otto Fassbender erklärte dazu: „Mit Blick auf die fortschreitende Internationalisierung unseres Rechtsschutzgeschäfts ist es sinnvoll, deutsche Minderheitsbeteiligungen zu überprüfen.“.
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