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Montag, Februar 13, 2012

Sorgenvoller Blick in die Zukunft

Bedenken, ob man wirklich ausreichend private Altersvorsorge betreibt, um im Rentenalter finanziell bestens abgesichert zu sein, lassen sich wohl nie ganz ausblenden. Selbst wenn man regelmäßig spart und die gängigen Produkte nutzt, ob nun Riester-Rente, Kapitallebensversicherung oder Basisrente, bleiben bisweilen Zweifel daran, dass ein weitgehend sorgenfreier Lebensabend genossen werden kann. Bei den 18- bis 30-Jährigen nagt laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Finanzdienstleisters AWD an jedem Zweiten (48 Prozent) der düstere Gedanke, im Alter kürzertreten zu müssen.

Hinter der Angst vor einer allzu großen Vorsorgelücke steht gleich ein ganzes Bündel an Gründen. An erster Stelle rangiert dabei mit 61 Prozent die Befürchtung, „dass sie nicht genügend Geld zur Verfügung hatten oder haben, um privat für das Alter vorzusorgen“, sagt der AWD. Teils sind es auch Selbstzweifel, dass die finanziellen Mittel möglicherweise zu sehr in den Konsum statt in die Altersvorsorge geflossen sind (knapp 33 Prozent). Hinzu gesellen sich Sorgen über fehlende Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung (26 Prozent), mangelnde Beschäftigung mit den Themen Rente und Vorsorge (25 Prozent), Bedenken, was die Zahlungsfähigkeit des Rentensystems betrifft (zwölf Prozent), die Inflation (drei Prozent) und die Eurokrise (ein Prozent).

Der erfreuliche Aspekt der Umfrage: Sie zeigt, dass private Altersvorsorge der Generation der 18- bis 30-Jährigen nicht ganz schnuppe ist. Viele richten den Blick in die Zukunft. Dr. Günther Blaich, Direktor des Bereichs Produktmanagement beim AWD, erklärt dazu: „Der Bevölkerung ist mehrheitlich bewusst, dass sie sich bei der Altersvorsorge nicht ausschließlich auf die Leistungen des Staates verlassen kann.“ Allerdings müsse die Bereitschaft, den Konsum zugunsten der Vorsorge zu bremsen, noch weiter ausgebaut werden. Hier können Versicherungen, Banken und auch der Staat ansetzen. Ziel sollte sein, Vertrauen aufzubauen, nicht nur in Riester-Rente & Co., sondern auch in die gesetzliche Rente.

Posted by Andre on 02/13 at 09:50 PM
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