Sparbereitschaft nimmt langsam zu
Es tut sich etwas an der Front der Sparer. Wenn auch nur in kleinen Schritten, so zeigen sich doch langsam erste Erfolge, wenn es darum geht, die Bundesbürger für das Thema private Altersvorsorge zu sensibilisieren. Zu diesem Ergebnis kommt das vierte Altersvorsorge Barometer von JP Morgan Asset Management. Die Sparerquote legte um 4,4 Punkte auf 40,8 Prozent zu, gleichsam haben sich 1,7 Prozent der Sparmuffel anders entschieden. Ihr Anteil liegt jetzt bei rund 42,7 Prozent. „Die Lücke zwischen Sparern und Nicht-Sparern schließt sich somit wieder“, sagt Jean Guido Servais, Direktor Marketing und PR von JP Morgan Asset Management.
Die positive Entwicklung hat nach wie vor einen negativen Beigeschmack, weil noch nicht einmal die Hälfte der Deutschen privat vorsorgt. Dafür gibt es laut Studie zwei Gründe. Einerseits das Gefühl, ohnehin schon bestens für das Alter gerüstet zu sein. Andererseits sind es wirtschaftliche Ursachen. Viele können schlichtweg nicht sparen. Ihr Anteil liegt bei 28,6 Prozent. Nicht ganz so auskunftsfreudig sind 16,5 Prozent der Befragten. Sie machten überhaupt keine Angaben dazu, ob sie die staatlichen und betrieblichen Leistungen als ausreichend empfinden oder ob sie zusätzlich etwas auf die hohe Kante legen. Beim vorigen Barometer lag der Anteil der Schweigsamen noch bei 19,5 Prozent.
2000 Personen werden von der Gesellschaft für Konsumforschung alle drei Monate befragt, angefangen bei 14jährigen. Dabei geht es um die Riester-Rente, die Basisrente sowie Lebensversicherungen, Sparpläne und -bücher sowie Immobilien, die als Altersvorsorge genutzt werden. Bei den Beträgen, die monatlich gespart werden, liegen die Bereiche unter 49 Euro (7 Prozent), 50 bis 99 Euro (9,9 Prozent) und bis 149 Euro (5,5 Prozent) weiterhin an der Spitze. Bis zu 199 Euro sparen lediglich 2,3 Prozent. Noch höher gehen gerade einmal 0,7 Prozent (bis 249 Euro bzw. 1,4 Prozent (über 250 Euro).
Nach Altersklassen aufgeteilt, gehört die Gruppe der 30 bis 59jährigen zu den eifrigsten Sparern. Bei den 30-39jährigen sorgen 55,7 Prozent vor, damit 2,4 Prozent mehr als bei der vergangenen Studie. 59,4 Prozent sind es bei 40 bis 49jährigen (plus 2,4 %) und 53,4 Prozent (plus 8,5 %) bei den bis 59jährigen. Rückgängig ist die Zahl bei den über 60jährigen. Nachdenklich stimmt die Auftraggeber der Studie, dass bei den unter 20jährigen bislang nur 23 Prozent für das Altern sparen. Immerhin konnte der Anteil um 9,0 Prozent gesteigert werden. Nachholbedarf gibt es auch bei den 20 bis 29jährigen, die zu 40,2 Prozent vorsorgen.
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