Sparen für die private Vorsorge
Steigende Lebenshaltungskosten halten die Deutschen nicht davon ab, ihrem Sparschwein Gutes zu tun. Jeder zehnte Euro landete im vergangenen Jahr auf der „hohen Kante“. Insgesamt sparten die Bundesbürger 2006 rund 159 Milliarden Euro. Pro Kopf macht das im Schnitt 1931 Euro, ergab eine Untersuchung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Sie belegt auch, dass die private Altersvorsorge inzwischen ernst genommen wird und einen deutlichen Sprung nach oben machte.
43 Prozent sparten im Sommer 2006 für das Alter. Innerhalb von zwölf Monaten stieg die Quote um zehn Prozent. Daran hat das einstige Sorgenkind, die Riester-Rente, einen erheblichen Anteil. Wurde sie 2005 von nur 14 Prozent der Sparer bevorzugt, sind es inzwischen 27 Prozent. Diese Zahlen sollten jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass jeder Vierte überhaupt keine Vorsorge betreibt. Häufig ist ein zu geringes Einkommen das Übel. Nach Altersklassen sortiert, liegen die 30- bis 49jährigen ganz vorne, wenn es um die Vorsorge etwa in Form einer privaten Rentenversicherung geht.
Geld, das nicht als Extrabonbon zur staatlichen Rente angelegt wird, investiert die Mehrheit in (vermeintlich) sicheren Anlagen. Immer noch auf Platz eins ist die Lebensversicherung. 62 Prozent haben einen entsprechenden Vertrag in der Schublade. Dabei gilt sie unter Verbraucherschützern aufgrund der Kombination aus Versicherung und Geldanlage als wenig sinnvoll. Das wird erst langsam erkannt, denn der Trend ist rückläufig. Auf den Rängen der beliebtesten Sparformen folgen der Bausparvertrag und das gute alte Sparbuch mit jeweils 54 Prozent.
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