Spielekonsole beschert Versicherungen viel Arbeit
Das war sicher nicht im Sinne des Erfinders: Die Spielekonsole Wii von Nintendo steht aktuell gleich in zwei Statistiken ganz weit vorne. Zum einen beim Verkauf, was auch so gewollt ist. Zum anderen bei den Versicherungen als Auslöser für Schäden an Leib und Einrichtung. Für die Hausrat- und Haftpflichtversicherungen entwickelt sich das interaktive Spielzeug immer mehr zum Kostenfaktor. Insbesondere Wii Fit hat es offensichtlich in sich. Einmal in Fahrt, sind viele nicht mehr zu stoppen. Da geht auch schon mal der 32-Zoll-Flachbildfernseher zu Bruch, weil der Controller mit Schmackes durch die Luft gewirbelt wird.
Zwar gibt es Sicherheitsweise und wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man doch bitte die Handschlaufen nutzen möge. Daran halten sich allerdings die wenigsten. Das Versicherungsunternehmen „Sheilas´s Wheels“, spezialisiert auf Auto- und Hausratversicherungen für Frauen, hat nun eine Studie veröffentlicht. Die sportbegeisterten Damen schaffen es nicht nur, ein paar Kilo zu verlieren. Sie werfen Regale um, reißen Lampen von der Decke, treten die Katze im Eifer des Gefechts im hohen Bogen durch die Wohnstube und verletzen sich beim Zusammenstoß mit den Möbeln. Der Schaden, der alleine 2007 in England entstand, lag bei 20 Millionen Pfund, rund 25 Millionen Euro.
In Deutschland gehören solche Unfälle laut Aussage von Nintendo noch nicht zur Tagesordnung. Mal abwarten, ob die Frauen hierzulande auch zukünftig koordinierter mit der Konsole und ihren Möglichkeiten umgehen. Was sich in Englands Häusern und Wohnungen so abspielt, gehört inzwischen schon zu den Rennern auf diversen Video-Seiten wie YouTube. An Nachschub wird es nicht mangeln. Jede fünfte Frau hat sich bereits beim Training mit Wii verletzt. Für dieses Jahr geht die Versicherung davon aus, dass die Schäden noch zunehmen werden. Ein Gutes hat es ja: Statt nur Couchpotato sind viele jetzt Wii fit.
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