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Donnerstag, September 27, 2007

Staatliche Prämienstützung für Landwirte gefordert

Landwirte haben eine Reihe natürlicher „Feinde“. Treten Hagel, Sturm, Starkregen, Hochwasser, Trockenheit, Spätfrost und Überschwemmungen auf, machen sie ganze Ernten zunichte und bedrohen vor allem bei kleineren Betrieben die Existenz. Gab es bisher Direktzahlungen und so genannte ad-hoc-Hilfen, um zumindest einen Teil des Schadens ersetzen zu können, ist damit bald Schluss bzw. wird es erheblich schwerer, ein paar Münzen aus dem Goldsäckchen der EU zu erhalten.

Schon 2010 werden diese Hilfen drastisch zurückgefahren. Ab 2013 bekommen Landwirte dann die ganze Härte der neuen Regelung zu spüren. Geld gibt es nur noch, wenn der nachgewiesen werden kann, dass die entsprechende Versicherung EU-weit nicht zu einem erschwinglichen Preis angeboten wird. Und das dürfte recht schwer sein. Deshalb spricht sich Landwirtschaftsminister Horst Seehofer nach dem Vorbild anderer EU-Staaten für eine staatliche Prämienstützung aus, zumal es in der Bundesrepublik bislang keinen adäquaten Versicherungsschutz für die Landwirtschaft gibt.

Angesichts des Klimawandels sei dieser Schritt dringend nötig, betonte Seehofer im Rahmen des Kongresses der Internationalen Vereinigung der Hagelversicherer. Dass es kaum Nachfrage nach diesen Versicherungen gibt – Ausnahme ist die Hagelversicherung – liege am Preis. Schäden, die großräumig auftreten, sorgten für größere Ausfälle und damit teure Policen.

Posted by Andre on 09/27 at 10:20 PM
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