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Montag, September 22, 2008

Staatliche Zulagen: Mehr Flop als Top

Der Weg in die eigenen vier Wände führt in der Regel über großen Finanzierungsaufwand, der nicht selten die größte wirtschaftliche Herausforderung angehender Eigenheimbesitzer im gesamten Erwerbsleben darstellt. Um die Lasten des Lebenswerkes so gering wie möglich zu halten, sind Bauherren bzw. Käufer stets versucht, alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Reduzierung der Gesamtkosten in Anspruch zu nehmen. Staatliche Zulagen sind da sehr willkommen und werden dementsprechend häufig in den Medien thematisiert. Auf den ersten Blick scheint sich der Staat großzügig zu geben: Mit Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage und der neuen Eigenheimrente stehen gleich drei Werkzeuge zur Verfügung.

Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich die Subventionen rational betrachtet eher als misslungener Werbegag bzw. unnötiges Wahlkampfgeschenk denn als tatsächliche Entlastung auf dem Weg in die eigenen vier Wände. Die Wohnungsbauprämie beispielsweise beläuft sich für ledige Sparer auf maximal 45 Euro im Jahr. Ein Ehepaar kann insgesamt rund 700 Euro Prämie bekommen – einmal im Leben. Angesichts eines durchschnittlichen Preises für Eigentumswohnung von rund 120.000 Euro erscheint die Zuwendung mehr als Steuerverschwendung denn als Subvention.

Der „Wohn-Riester“ bietet nicht viel mehr: Zwar können die gesamten Zulagen für den Erwerb selbstgenutzten Immobilieneigentums genutzt werden. Die Zuschüsse aber verstehen sich als wesentlicher Bestandteil der persönlichen Altersvorsorge – werden sie zur Baufinanzierung entnommen, müssen andere Sparformen unterhalten werden, um die drohende Versorgungslücke zu schließen.

Wirksam erscheinen lediglich Darlehen aus den Programmen der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau, die den Erwerb einer Immobilie durch günstige Zinsen und nachrangige Eintragung im Grundbuch breiten Teilen der Bevölkerung zugänglich machen.

Posted by Stefan on 09/22 at 08:47 AM
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