Statistisches Bundesamt - 211.000 Menschen im 1. Quartal 2007 ohne Krankenversicherungsschutz
Nach Aussagen des statistischen Bundesamtes waren im ersten Quartal 2007 cirka 211.000 Menschen nicht krankenversichert. Dabei war eine bedeutende Zuwachsrate bei den männlichen Nicht- Versicherten zu erkennen. Da die Gesamtzahlen der Nicht-Versicherten für 2007 erst Mitte des Jahres vorliegen werden, kann man den Unterschied zwischen gesetzlichen und privaten Nicht- Krankenversicherten noch nicht darstellen.
Über die Zahlen der Nicht-Versicherten wurde in den Jahren zuvor stark gestritten. Tatsache war und ist, dass schätzungsweise 0.3 Prozent der Bevölkerung ohne Krankenversicherungsschutz ist. Um dieser negativen Entwicklung Einhalt zu bieten, wurde mit der Gesundheitsreform eine Krankenversicherungspflicht eingeführt. Die positiven Folgen lassen sich erkennen, denn nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind im vergangenen Jahr ungefähr 100.000 Personen (einschließlich Familienangehörige) in die gesetzliche Versicherung (GKV) zurückgekehrt. Bei den privaten Krankversicherern (PKV) lag die Zahl bei ungefähr 3.300 zurückgekehrten Personen.
Hierbei muss beachtet werden, dass in der GKV ab 1. April 2007 die Pflicht besteht, sich wieder zu versichern. Bei der PKV wird diese Pflicht erst ab 1. Januar 2009 bestehen. Zur Zeit besteht bei der Privaten Krankenversicherung nur ein Rechtsanspruch zur Aufnahme in den Standardtarif.
Zu hoffen ist, dass die Gesundheitsreform tatsächlich eine enormen Rückgang der Nicht-Krankenversicherten bewirkt und die ausgewerteten Zahlen für 2007 dies später bestätigen werden.
Krankenversicherung • Gesundheitsreform • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink