Steigende Preise für Bauland
Bauherren sind nicht unbedingt zu beneiden, immerhin ist die Planung eines Bauvorhabens mit einem immensen Arbeitsaufwand verbunden. Hierzu zählt auch die Suche nach dem passenden Grundstück, die teilweise sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Grundstückspreise seit Jahren am steigen sind – weshalb sich zunehmend mehr Bauherren bei der Grundstückssuche schon allein aus finanziellen Gründen erheblich einschränken müssen.
Eigentlich könnte man meinen, die Grundstückspreise wären am Fallen oder wenigstens seit Jahren stabil geblieben. Zumindest könnte man darauf schließen, wenn man die Daten aus dem Bereich des Wohnungsneubaus betrachtet. Die Zahlen der Baugenehmigungen sind nämlich stark rückläufig: Wie „Focus Online“ berichtet, ist die Zahl der Baugenehmigungen in den vergangenen zehn Jahren um ca. 60 Prozent zurückgegangen.
Dieser Trend spiegelt sich in der Preisentwicklung der Grundstücke jedoch nicht wieder. Wie Stefan Jokl, Leiter des Instituts für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen meint, sei diese Entwicklung auf die Angebotsverknappung zurückzuführen. Die Gemeinden würden das Angebot an Bauland gezielt verknappen, um die Grundstückspreise stabil zu halten.
Im vergangenen Jahr ist der durchschnittliche Preis für einen Quadratmeter Bauland um ganze 9 Euro auf 132 Euro gestiegen. So gesehen haben sich die Grundstückspreise für Bauland in den vergangenen 10 Jahren nahezu verdoppelt. Allerdings gilt dies ausschließlich für Grundstücke, die sich in Westdeutschland befinden. In Ostdeutschland ist es hingegen so, dass sich die Preise relativ konstant auf einem Durchschnittswert von 50 Euro halten.
Das teuerste Bundesland in Sachen Grundstückspreis ist übrigens Hamburg: Dort müssen Bauherren im Schnitt 663 Euro für den Quadratmeter bezahlen. Erheblich günstiger sind die Grundstücke hingegen in Sachsen-Anhalt. In keinem anderen Bundesland ist der Bodengrund so billig: Im Schnitt kostet der Quadratmeter Bauland gerade einmal 32 Euro.