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Samstag, September 18, 2010

Studie: Das Web als Informationsquelle in allen Finanz- und Versicherungsfragen

„Das Web als zentrale Anlaufstelle in Finanzangelegenheit“ - mit der Überschrift der Yahoo!-Branchenstudie ist fast schon alles gesagt: Das Internet gewinnt in den Bereichen Geldanlage, Altersvorsorge und Versicherungen zunehmend an Bedeutung, nicht nur zu Recherchezwecken, sondern auch, um Nägel mit Köpfen zu machen. Immer mehr Bundesbürger erledigen ihre Bankgeschäfte online und schließen neue Versicherungsverträge am heimischen PC ab. Selbst thematische Werbung, die bislang häufig als nervig empfunden wurde, werten über drei Viertel der Nutzer inzwischen als informativ und nützlich.

Für die Versicherungsbranche macht sich der Online-Trend besonders bei der Kfz-Versicherung bemerkbar. „38 Prozent der Policen kommen bereits aus dem Netz“, heißt es in der Pressemitteilung zur Studie. Diese Entwicklung beschränkt sich allerdings nicht nur auf eine Sparte. Die Tendenz zeigt in allen Bereichen eindeutig Richtung Online-Abschluss. Bevor jedoch überhaupt ein Vertrag zustande kommt, informieren sich die Deutschen im Internet über die entsprechende Police. Der Versicherungsvertreter hat mit einer Quote von 33 Prozent zwar noch nicht ausgedient, hinkt dem World Wide Web als Informationsquelle mit 46 Prozent aber deutlich hinterher. Beliebt sind vor allem direkte Vergleiche von Leistungen und Konditionen.

Im Rahmen der Branchenstudie wurde auch ermittelt, welche Versicherungspolicen die Bundesbürger bevorzugen. Ungeschlagen auf Platz eins steht die private Haftpflichtversicherung. Sie kommt auf einen Anteil von 77 Prozent, gefolgt von Kfz-Versicherung, Hausrat-, Unfall-, Rechtsschutz- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Beim Thema Altersvorsorge setzen die Deutschen nach wie vor auf den Klassiker, die Lebensversicherung (44 Prozent). Ebenso wichtig sind die Riester-Rente (32 Prozent) und die Rentenversicherung (28 Prozent). Fonds nutzen nur 14 und eine Rürup-Rente lediglich drei Prozent.

Dass die Deutschen gerade beim Thema Altersvorsorge eher konservativ agieren, zeigt sich auch daran, dass die meisten Produkte „offline“ abgeschlossen werden. Hier setzen die meisten auf eine persönliche Beratung, zumal es sich um langfristig ausgelegte Verträge handelt. Die Informationen zu den einzelnen Optionen wie Riester- und Rürup-Rente werden zwar online gesucht, führen aber kaum zu einem Online-Vertrag. Das trifft, wenn überhaupt, nur auf die Lebensversicherung zu. Dafür wirkt sich das Web immer stärker auf den Entscheidungsprozess aus und gilt bei den Kunden inzwischen als vertrauenswürdigste Informationsquelle.

Posted by Andre on 09/18 at 07:00 AM
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