Subprime Krise: Gefahr für Renten- und Lebensversicherungen?
An den Börsen geht es seit einigen Tagen steil abwärts: vor allem Finanzwerte sind sehr stark betroffen. Auslöser für die Talfahrt sind schlechte Nachrichten von Großbanken, die erneut riesige Kreditsummen abschreiben müssen. Die seit dem Sommer des vergangenen Jahres anhaltende Subprime Krise scheint immer noch nicht ausgestanden zu sein.
Mittlerweile kommt immer häufiger zum Vorschein, dass nicht nur Banken von der Subprime Krise betroffen sind. Auch andere Unternehmen, wie zum Beispiel Versicherungsgesellschaften, haben in die riskanten ASB-Kreditpapiere (Asset Backed Securities) investiert und müssen in den kommenden Wochen ihre Geschäftszahlen bekannt geben. Bereits jetzt ist klar, dass es auch einige Größen aus der deutschen Versicherungsbranche treffen wird. Deshalb stellen sich zunehmend mehr Inhaber von Renten- und Lebensversicherungen die Frage, ob ihre eingezahlten Beiträge noch sicher sind.
Glücklicherweise kann diesbezüglich Entwarnung gegeben werden. Schon seit vielen Jahren schreiben Gesetze vor, innerhalb welchen Rahmens die Versicherungsgesellschaften die eingezahlten Beträge ihrer Kunden investieren dürfen. Zwar ist den Versicherungsgesellschaften durchaus gestattet, auch in ASB-Kreditpapiere zu investieren, doch die Höchstgrenze für entsprechende Investments beläuft sich auf knapp sieben Prozent.
Aufgrund der gesetzlichen Regelung sind größere Verluste (die meisten ASB-Kreditpapiere haben im Verlauf der Subprime Krise rund 80 Prozent an Wert verloren) ausgeschlossen. Allerdings müssen etliche Versicherungsnehmer damit rechnen, dass sie im vergangenen Jahr mit ihrer Renten- oder Lebensversicherung keine besonders gute Rendite erzielt haben. Die Verluste aus den Subprime-Papieren könnten dafür sorgen, dass andere Gewinne kompensiert werden, so dass am Ende eine schwarze Null unter dem Strich steht.
Wie die Renditen letztendlich ausfallen werden, bleibt derzeit noch abzuwarten. Fest steht allerdings, dass es trotz eines guten Börsenjahres nur den wenigsten Versicherungsanbietern gelungen ist, gute Renditen zu erzielen.
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