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Samstag, Mai 31, 2008

Thrombose im Flugzeug vermeiden - Vorbeugung durch einen Fitnessstuhl

Wer unter einer Thrombose leidet, begibt sich in tödliche Gefahr. Nicht gerade selten endet diese Erkrankung mit dem Tod. Und leider tritt sie öfter auf langen Reisen mit dem Flugzeug auf. Gerade in der Economy Class, der für Otto Normalverbraucher vorgesehenen Klasse, geht es sehr beengt zu. Die engen Sitzmöglichkeiten sorgen leider auch dafür, dass der Passagier seine Beine nicht immer wieder strecken kann. Die abgeknickte Sitzhaltung ist es aber gerade, die zu einer Thrombose führen kann, vor allem auf den Langstreckenflügen.

Dies hat sich einer Unternehmen aus Ulm nicht länger ansehen wollen und deshalb einen Fitnessstuhl für das Flugzeug entworfen und gebaut. Und genau dieser soll nicht etwa nur für die Luxusklasse der fliegenden Untersätze gebaut werden, sondern eben auch für die Economy Class.

Deshalb wurde nun auf der ILA, der Internationalen Luftfahrtausstellung der A-Mobilizer vorgestellt. Wie ein Heimtrainer sieht er aus und lässt sich auch wie dieser umfunktionieren. Mal ein Stepper, mal ein Rückentrainer, eben so, wie man es gerade braucht, und das mit ein paar einfachen und wenigen Handgriffen. Die Übungen, die man damit durchführen kann, werden auf einem Video vorgeführt und erklärt, damit auch der Neuling gleich richtig einsteigen kann mit den Übungen.

Hergestellt wird das Gerät von B&W, einem Ulmer Unternehmen. Für den Entwurf und den Bau des A-Mobilizer haben zwei Maschinenbauer und zwei Physiker, ein Sportwissenschaftler und eine Industriedesignerin zusammengearbeitet und eine Weltneuheit geschaffen. Den Fitnessstuhl für das Flugzeug. Wichtig war dabei auch, dass, wie Hubert Walter von B&W sagt: “Eine 1,50 Meter große, zierliche Asiatin muss darauf genauso üben können wie ein 1,80 Meter großer Westeuropäer, der 150 Kilogramm wiegt”. Die Konstruktion ist übrigens so gemacht, dass auch ungeübte und untrainierte Menschen keine gesundheitlichen Schäden davontragen können. Denn, anders als in einem richtigen Fitnessstudio auf dem Boden gibt es hier ja keine Anleitung und Unterstützung durch einen Trainer.

Der erste Fitnessstuhl, der Prototyp sozusagen, wurde übrigens wieder eingestampft. Walter meinte dazu: “Wir haben einen Fitnessraum in der Firma mit tollen Maschinen, und so haben wir auch erst mal ein richtig schickes Sportgerät gebaut”. Aber das ließ sich eben so nicht für ein Fitnessgerät für das Flugzeug umsetzen, gerade auch bei älteren Menschen, die keine Gewichte stemmen wollen. Bei dem A-Mobilizer geht es hingegen darum, die Glieder sanft zu bewegen, nicht um ein Training, um fit zu werden.

Wann die ersten A-Mobilizer in den Flugzeugen stehen werden, ist noch nicht bekannt. Aber wieso noch nicht längst jemand auf diese Idee gekommen ist, bleibt als Frage im Raum. Sicher eine sehr gute Möglichkeit, gerade für Menschen, die schnell taube Beine beim Sitzen bekommen.

Posted by Christel on 05/31 at 06:49 PM
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